Freitag, 27. Februar 2009

Tag 9 - 24.02. : Schlange? Schlange!

Wir hatten bereits alle Tempel gesehen und wollten heute nicht wieder hingehen, da zwei Tage Tempel gucken von morgens bis abends auch reichen. Also beschlossen wir uns den alten Markt von Siem Reap anzuschauen. Nach 20 Minuten Fussmarsch erreichten wir ihn, eine rund 200 x 100 m kleine Halle in der man von Früchten, Gemälden hin zu Kleidung und Schmuck fast alles kaufen kann. Hier kaufen auch die Einheimischen ein, was zur Folge hatte, dass es hier nur so von lauter kleinen Kambodschis wuselte. Während Jing vom Schmuck angezogen wurde, galt meine Faszination und Aufmerksamkeit einem grünen, 140 x 70 cm größen Gemälde von Angkor Wat. Nach einer langen Pfeilscherei bekam ich das Bild für 14 USD. Ich musste es einfach haben! Zudem habe ich mir noch ein Tshirt und zwei traditionelle "Hemden" gekauft. Da werden in der Heimat sicherlich welche meckern wenn ich damit auf der Straße rumlaufe :-). Nach dem Marktbesuch aßen wir in einem dort ansäßigen Restaurant. Bei der Nahrungswahl fiel mir eine exotische Speise auf, bei der ich zweimal hinsehen musste ob ich richtig gelesen habe. Schlange! Und das für 4 USD. Ich bin ja sonst ein recht schwieriger Esser, aber das musste ich einfach probieren. Ich bestellte, aß und war glücklich. Der Geschmack war ein wenig wie Pute, nur ein kleines bisschen zäher. Aber leider gibt es hier auch nicht nur schöne und exotische Dinge, sondern auch viel Armut! Gerade viele Kinder leben hier in Not, viele von ihnen haben verkrüppelte Arme und verstummelte Beine mit oft nur einem Fuß und können kaum laufen. Am Mittagstisch kamen öfters Kinder zu uns und anderen Gästen und bettelten um Nahrung. Jing und ich hatten viele Bonbons im Supermarkt gekauft, die wir dann immer verteilten, aber dies ist natürlich nureinTropfen auf den heißen Stein. Und so mussten wir mit ansehen wie die kleinen Geschöpfe mit ihren traurigen Augen weiter zogen. Leicht anzusehen ist das nicht. Am liebsten würde man alle mit nachhause nehmen und ihnen ein neues Leben schenken, aber man kann eben nicht allen helfen, so gerne man es möchte. Anschließend gingen wir zurück zum Gästehaus und ich ruhte mich aus. Am Abend lief ich dann noch einmal in die Nähe des alten Marktes um mich dort für 7 USD eine Stunde massieren zu lassen. herrlich! Abendessen nahm ich im Gästehaus zu mir. Hühnchen mit Reis, wie fast immer und das für umgerechnet 1,20 Euro.

Noch ein Nachtrag zu gestern: In einer der Anlagen traf ich einen deutschen Mann. Er ist gerade für drei Wochen in Kambodscha um einen Dokumentarfilm zu drehen, leider für den Sender Deutsche Welle, also werde ich ihn möglicherweise nie sehen. Er erzählte mir von den vielen tollen und exotischen Plätzen dieser Erde die er bereist hat. Sein Schwerpunkt liegt v.a. in der Südsee. Fidschi, Cook, Nauru, Palau, Französisch-Polynesien, Tavalu, Salomonen, Tonga usw....alle hat er mehrmals bereist! Kambodscha fand er aber am interessantesten von allen Ländern. Ich wünschte ich hätte ihm länger zuhören können, wollte aber Jing nicht weiter warten lassen. Aber das ist doch ein Traumjob...rumreisen und Geld dafür bekommen!
Am Ende meines Kambodschaaufenthaltes kann ich resümieren, dass dies das interessanteste Land ist welches ich jemals gesehen habe! Die Tempel, der Dschungel, das Essen, das Gästehaus, alles bekommt die Note 1 mit Sternchen! 6 USD für ein klimatisiertes Einzelzimmer mit Frühstück und Flughafentransfer...toller Service zu kleinem Preis! Ich werde sicherlich wiederkommen! Mal sehen ob es dann immernoch so sein wird wie ich es kennengelernt habe, denn ich habe die Vermutung das dies in einigen Jahren das neue Thailand sein wird, wenn sich mehr und mehr Menschen für die auch in Kambodscha vorhandenen schönen Strände interessieren...

Donnerstag, 26. Februar 2009

Tag 8 - 23.02. : Der frühe Vogel fängt den Wurm

Es war noch stockfinster draussen als der Wecker um 4.30 klingelte. Nach einer kurzen Dusche traf ich mich mit Jing und unserem Tuktukfahrer Plet um kurz vor 5 in der Lobby. Wir fuhren zum 20 Minuten entfernten Tempel Angkor Wat um die Sonne hinter den Türmen aufgehen zusehen. Wir waren nicht die einzigen Frühaufsteher. Mit uns waren noch mehrere hundert oder tausend gekommen um diesen magischen Moment zu erleben. Jing und ich setzten uns an einen Teich direkt vor den Türmen und sahen gespannt zu wie der Himmel sich mehr und mehr erhellte. Vom tiefen schwarz über ein dunkles und helles blau zu einem rosa-lila farbenen Spektakel. Dann drangen die ersten Sonnenstrahlen, durch den den mittlerweile orangfarbenen Himmel, auf den Tempel. Es folgte eine kleine Völkerwanderung von hunderten Touristen zurück zu ihren Tuktuks um weiter zu den anderen Tempeln zu pilgern. So auch wir. Allerdings mit einem kleinen Zwischenstop im Gästehaus um ein Frühstück einzunehmen. Anschließend ging es wieder auf Erkundungstour die bis in die Mittagsstunden dauerte. Wir aßen zu Mittag dann wieder im Gästehaus ehe wir uns um 17uhr wieder auf den Weg machten um den Sonnenuntergang in einer Anlage auf einem Berg zu sehen. Auf dem Fussmarsch den Berg hoch lernten wir oder besser gesagt ich drei deutsche Studenten kennen. Sie kamen heute nach einer einwöchigen Vietnamreise in Kambodscha an und blieben für drei Tage in Siem Reap. Einer studiert Physik in Heidelberg und macht gerade seine Diplomarbeit an der Universität in Singapur, ein anderer studiert Medizin ebenfalls in Heidelberg, ist aber zur Zeit für ein Jahr in Australien um dort sein praktisches Jahr zu machen. Beide können diesen Auslandsaufenthalt dank der Stipendien der deutschen Studienstiftung genießen. Beide haben also eine Menge im Kopf. Der dritte studiert Medizin in Greifswald. Alle drei kannten sich bereits von klein auf und wollten jetzt kurz vor ihren Abschlüssen eine Abenteuerreise machen. Zu fünft sahen wir uns nun den Sunset über Kambodscha an und genossen zwei schöne Stunden bei angenehmen Temperaturen. Zu dieser Jahreszeit ist in Kambodscha Trockenzeit, was dazu führt das es neben der Hitze tagsüber auch sehr trocken und staubig ist. Als es dann dunkel wurde verließen wir den Berg und wir machten noch ein paar Fotos am Fuße der Erhebung mit den dortigen Elefanten. Für 20 US Dollar kann man sich auf diesen Riesen nämlich den Berg hochtragen lassen, zudem findet man auf den Straßen öfters Hinweisschilder das man vorsichtig sein sollte, da Elefanten die Straße kreuzen könnten. Anschließend trennten sich unsere Wege und Jing und ich gingen noch nach Siem Reap zu abendessen. Als wir später am Abend dann im Gästehaus ankamen erzählte uns ein Australier wie er sich eben für 4 US Dollar hat volllaufen lassen. Trinkengehen ist hier extrem günstig! So bezahlt man für ein Bier 75 Cent, bekommt aber immer zwei Bier dafür, auch wenn man nur eines bestellt. Cocktails gibt es ab 1,50 US Dollar, ebenfalls in doppelter Ausführung. Und so kam es dass dieser Herr dessen Namen ich nicht weiß, für knapp 4 Dollar richtig voll war :-). Also wer saufen will, vergiss Malle, hol dir n Ticket für Kambodscha!

Tag 7 - 22.02. : Kambodscha - Land der Wunder

Als die Sonne am Horizont aufging konnte ich von meinem Fensterplatz aus eine große rotorangene Sonne und dichte Nebelschwaden über den kambodschanischen Dschungel erkennen. Um 7uhr landete ich in Siem Reap. Der Flughafen ist winzig. Man sah keine anderen Flugzeuge, keine Touristen, garnichts. Es scheint so als landen und starten hier am Tag weniger als zehn Flugzeuge, aber wissen tue ich es auch nicht. Am Flughafenausgang empfing mich ein Schild mit der Aufschrift "Mr Sascha / Ms Jing Hao". Erstgenannter Name war natürlich meiner. Und nachdem Fräulein Hao auch kam fuhr uns unser Fahrer mit dem Tuktuk ins BouSavyGuesthouse, meine Residenz für die nächsten drei Nächte. Er gehörte dem Gästehaus an und erzählte uns etwas über die Tempelanlagen und fragte uns ob wir schon einen Fahrer für die nächsten Tage haben. Da Jing und ich keinen hatten, bot er sich uns an. Für 10 US Dollar pro tag könnten wir ihn "mieten", wenn wir beide zusammen die Tempel angucken wollen und dadurch zudem noch Geld sparen könnten als wenn jeder alleine loszieht. Da wir beide alleine unterwegs waren fanden wir diesen Vorschlag gut und taten uns für den Kambodschatrip zusammen. Jing ist eine 23 jährige BWL-Studentin, aus China stammend aber in Singapur studierend, die kurz vor ihrem Masterabschluss steht. Wir nahmen beide ein Frühstück im Gästehaus zu uns und starteten direkt danach mit der Besichtigung der Tempel. Wir kauften uns einen 3-Tage-Pass für 40 USD, der uns freien Eintritt für die zahlreichen Tempel bescherte. Erste Anlaufstation war die größte und berühmteste von allen - Angkor Wat. Mit seinen fünf Türmen und dem großen Wassergraben ist der Tempel das Wahrzeichen Kambodschas. Der Rundgang durch die Anlage dauerte rund zwei Stunden und war sehr interessant, zumal sich dort auch einige Affen aufhalten, welche gelegentlich dazu beitrugen, dass Kinder anfingen zu weinen und junge Frauen schrien, da die Affen oftmals sehr schnell durch die engen Gänge umherrannten. Danach ging es weiter zu den anderen Tempeln. Mittags gab es dann ein Mittagessen in einem der vielen kleinen Lokalen rund um die Anlagen. Nachdem man satt war ging es weiter zu den Anlagen, und so sprang man von Tempel zu Tempel. Sehr interessant waren zudem noch die Tempelanlageben Bayon und Ta Phrom. In Bayon sind eine Menge großer Gesichter in den Steinen der Anlage gemeisselt, Ta Phrom ist bekannt durch seine Bäume, welche rieisige Wurzelartige Stränge um die Anlage schlingen und so viele Bauwerke zerstören. Hier wurde unter anderem auch der Film Tomb Raider gedreht.
Gegen 17uhr kamen wir dann wieder im Gästehaus an und ich war froh endlich eine kühlende Dusche nehmen zu können. Gegessen habe ich dann Abends mit Jing im Restaurant des Gästehauses und anschließend galt es um 21uhr ins Bett zu gehen, da am nächsten morgen der Sonnenaufgang über Angkor Wat auf uns wartete.

Tag 6 - 21.02. : Ausruhen

Da ich am nächsten Tag morgens um 6 nach Kambodscha fliegen werde und die Metro nachts nicht fährt, musste ich Abends zum Flughafen fahren und dort die Nacht bis zum Abflug verbringen. Daher habe ich versucht möglichst lange zu schlafen, was mir auch gelang. Sonst gibt es nicht viel über diesen Tag zu erzählen. Ich lief mittags zur Haupteinkaufsstraße und bummelte dort rum. Den Rest des Tages ruhte ich mich im Hostel aus.

Tag 5 - 20.02. : Der südlichste Punkt des asiatischen Kontinents

Der Tag begann um ca. 9 Uhr. Ich nahm ein leckeres Frühstück bestehend auch einem Früchteteller, vier Scheiben Toast, Ei, gebratenem Speck, Butter und Erdbeermarmelade, welche das Hostel kostenlos zur Verfügung stellte. Anschließend ging es mit der Metro in den Süden Singapurs. Mein Ziel war die Urlaubsinsel Sentosa welche ich mit einer kurzen Bahnfahrt erreichte. Dort angekommen erkundete ich den Süden mit seinen schönen Stränden zu Fuß. Über eine kleine Hängebrücke ging es zum südlichsten Punkt des asiatischen Festlandes und nach einigen Fotos von den Stränden fragte ich eine Strandaufseherin ob sie ein kurzes Video von mir machen könnte. Als ich begann rumzuhüpfen musste sie lachen und fragte mich ob ich der echte Matt Harding sei. Wie man sieht ist dieser mittlerweile weltweit bekannt. 6 Stunden Sentosa und eine Metrofahrt später kam ich wieder im Hostel an. Am Abend ging ich dann den Singapurflyer betrachten. Dieser ist mit 166 Metern das größte Riesenrad der Welt.
Nicht weit davon entfernt liegt die Skyline mit dem weißen Merlion, einen Löwen, das Wahrzeichen Singapurs.

Tag 4 - 19.02. : Willkommen in der "saubersten Stadt der Welt"

Nachdem ich um 8.35 den Shanghaier Flughafen mit Singapore Airlines Richtung Singapur verlassen hatte und nach 5 Stunden Flug nun fast am Äquator angekommen bin, war ich endlich im Warmen. Sonnenschein und 29°C erwarteten mich vor den Türen des Changi-Airportes in Singapur. Doch bevor ich raus an die frische Luft konnte, musste ich mich noch einer Gepäckkontrolle beim Zoll unterziehen. Nach einer kurzen Kontrolle stieg ich auch schon in die Metro mit dem Ziel "little India", wo mein Hostel auf mich wartete. Die Fahrt dauerte rund 40 Minuten und kostete umgerechnet 80 Cent. Ein lustiges Schild in der Metro machte mich auf gewisse Strafen aufmerksam. So muss man 500 Dollar strafe zahlen wenn man in der Metro isst oder trinkt...krank! Nach dem Einchecken erkundete ich erstmal mein Viertel. Little India ist nicht unbedingt das, was man sich unter Singapur vorstellt. Hier ist es dreckig, laut und hektisch, die Häuser sind alle zweistöckig und im Erdgeschoss findet man entweder ein indisches Restaurant oder einen Elektroladen. Nach zwei Hamburgern und einer Portion Pommes ging es zurück ins Hostel um zu duschen. Am Abend noch in einen Supermartk um Äpfel und ein wenig Schokolade zu kaufen und um im dort vorhandenen Internetcafe ein Stundchen für umgerechnet 1,50 Euro zu surfen.

Mittwoch, 25. Februar 2009

Tag 3 - 18.02. : the old city - Shanghais Anfänge

Am dritten und letzten Tag in Shanghai verließ ich die Jugendherberge in der Früh um zu Fuß "die alte Stadt" zu erkunden. Nach 30min Fussmarsch kam ich in Shanghais ältestem Stadtteil an. Hier leben die Menschen noch wie früher, teilweise ohne Kanalisation und Elektrizität.
Die "Häuser" sind Blechbuden und scheinen kurz vor dem Zerfall zustehen, da die Bausubstanz sehr marode ist. Der geruch in den engen Gassen ist eine Mischung aus Gülle und angebranntem Fleisch, da hier sehr viele garküchen beheimatet sind. Ebenso sieht man viele Käfige mit eingesperrten Hühnern die den Tag nicht überleben werden und Beutel mit Wasser. Wenn man jedoch genauer hinschaut sieht man das sich diese Beutel bewegen und voll mit noch haufenweise lebende Frösche, welche gleich zum Verzerr zubereitet werden. nachdem man diese engen und ekeligen gassen hinter sich gelassen hat, gelangt man zu einem Tempel und vielen Gebäuden mit traditionellen chinesischen Dächern. Nach dem Tempelbesuch ging ich wieder ind ie Jugendherberge um ein Mittagschläfchen zu machen, da die Nächte nicht immer von viel Schlaf gesegnet waren, dank stark schnarchender Zimmerkameraden.

Tag 2 - 17.02. : Luftige Höhen, Fans und eine Tee-zeremonie


Der erste richtige Tag in Chinas Metropole begann mit einer Metrofahrt in den Stadtteil Pudong. Pudong ist ein mit knapp 20 Jahren relativ junger Stadtteil, wächst aber täglich mehr und mehr. So stehen heute 638 Wolkenkratzer (Quelle Wikipedia) in diesem Stadtteil, unter anderem auch das World Financial Center, Jin Mao Tower und der Oriental Pearl Tower. Ich kaufte mir ein Ticket für ca. 10 Euro um auf die Aussichtsplattform im 88. Stockwerk des Jin Mao Towers zu gelangen. Von dort oben hat man nicht nur die Aussicht auf das direkt danebenstehende World Financal Center sondern auch auf die knapp 4.000 anderen Hochhäuser der Stadt.
Nach einer ausgiebigen Fotosession in luftiger Höhe ging es zu Fuß weiter an den Sockel des Oriental Pearl Towers. Dort befindet sich der Eingang in den Bund Sightseeing Tunnel der einen unterirdisch auf die andere Seite des Flusses bringt, dem sogenannten Bund von wo aus man die Skyline Pudongs am besten genießen kann. Der perfekte Hintergrund für mein erstes Tanzvideo in Asien! Nach einer langen Suche für einen Kameramann fand ich einen älteren kleinen Chinesen der so freundlich war mich zu filmen. Als ich began mich zu bewegen schauten plötzlich viele Menschen zu mir her und binnen Sekunden bildete sich eine kleine Traube von Menschen hinter meinen kameramann, als die Szene nach 15 Sekunden beendet war kamen einige auf mich zu und wollten Fotos mit mir, dem crazy german dancer, machen. So stand ich dann für ca. 12-14 Personen, meist junge Frauen, Portait. Alle fanden dies lustig und haben so etwas zuvor noch nie gesehen. Mit zwei dieser weiblichen "Fans" kam ich näher ins Gespräch. Es waren zwei Chinesinnen aus dem Norden der Volksrepublik China, die eine Woche in Shanghai sind um sich ebenso wie ich die Stadt anzugucken. Wir kamen zum Schluss, dass wir alle drei einen park in Shanghai angucken wollten und begaben und auf den Weg. Nach einer Stunde war ich dann so durstig, dass ich vorschlug etwas trinken zu gehen und nach einer kurzen Diskussion einigten wir uns darauf, eine kleine traditionelle typisch chinesische Teezeremonie zu "feiern". Wir begaben uns in ein kleines Lokal welches aus lauter kleinen Räumen bestand, in denen die Zeremonien abgehalten werden. Ich lernte wie man in China Tee trinkt und nach gerade einmal drei Stunden und 18 Tees intus war die Zeremonie vorbei. Da es schon spät am Mittag war und ich einen langen Weg zur Jugendherberge hatte, verabschiedeten wir uns und ich begab mich auf den Weg.

Tag 1 - 15./16.02. : Die lange Reise

Nach einem 12 Stunden Flug habe ich endlich Chinas größte Stadt erreicht. Shanghai hat knapp 20mio Einwohner, also rund 1/4 der Bundesrepublik Deutschland, und das in einer einzigen Stadt! Um diese alle beherbergen zu können braucht es eine Menge Hochhäuser, und die hat Shanghai! Mit über 4.000 Hochhäusern ist Shanghai die Stadt mit den meisten Hochhäusern weltweit. Zwei der zehn höchsten Hochhäuser der Welt stehen hier(World Financial Center 492m Höhe, Jin Mao Tower 421m) und zudem befindet sich hier der Oriental Pearl Tower, der drittgrößte Fernsehturm der Welt mit rund 468m Höhe. Nach einer einstündigen Busfahrt mit lauter Einheimischen und weiteren 45 Fussminuten hatte ich endlich meine Jugendherberge gefunden. Doch anstatt auf gleichgesinnte Backpacker zu treffen, fand ich hier nur Chinesen vor. Auf schätzungsweise 70 Chinesen kamen mit mir rund 5 Nicht-Asiaten. Durch den Jetlag, der langen Reise (mit Fahrt zum Frankfurter Flughafen, Flug nach London und 4 Stunden Aufenthalt in Heathrow) die nun schon über 23 Stunden dauerte und dem schweren Gepäck (17 Kilo auf dem Rücken, 7 auf der Brust) war ich nach dem einchecken in mein 4-bett-Zimmer so müde, das ich erstmal rund 6 Stunden schlaf nachholen musste. Als ich dann am frühen Abend erwarte ging ich raus um bei kalten 5°C die umliegenden Blocks zu erkunden und erste Versorungseinkäufe zu tätigen. Aus der Not des Hungers heraus ging ich noch kurz bei MC Donalds vorbei, der wenige Fussminuten entfernt lag. Am Abend noch ein wenig das sehr sehr langesame aber kostenlose Internet der Jugendherberge getetst und dann auch schon wieder schlafen gegangen.