Donnerstag, 26. Februar 2009

Tag 8 - 23.02. : Der frühe Vogel fängt den Wurm

Es war noch stockfinster draussen als der Wecker um 4.30 klingelte. Nach einer kurzen Dusche traf ich mich mit Jing und unserem Tuktukfahrer Plet um kurz vor 5 in der Lobby. Wir fuhren zum 20 Minuten entfernten Tempel Angkor Wat um die Sonne hinter den Türmen aufgehen zusehen. Wir waren nicht die einzigen Frühaufsteher. Mit uns waren noch mehrere hundert oder tausend gekommen um diesen magischen Moment zu erleben. Jing und ich setzten uns an einen Teich direkt vor den Türmen und sahen gespannt zu wie der Himmel sich mehr und mehr erhellte. Vom tiefen schwarz über ein dunkles und helles blau zu einem rosa-lila farbenen Spektakel. Dann drangen die ersten Sonnenstrahlen, durch den den mittlerweile orangfarbenen Himmel, auf den Tempel. Es folgte eine kleine Völkerwanderung von hunderten Touristen zurück zu ihren Tuktuks um weiter zu den anderen Tempeln zu pilgern. So auch wir. Allerdings mit einem kleinen Zwischenstop im Gästehaus um ein Frühstück einzunehmen. Anschließend ging es wieder auf Erkundungstour die bis in die Mittagsstunden dauerte. Wir aßen zu Mittag dann wieder im Gästehaus ehe wir uns um 17uhr wieder auf den Weg machten um den Sonnenuntergang in einer Anlage auf einem Berg zu sehen. Auf dem Fussmarsch den Berg hoch lernten wir oder besser gesagt ich drei deutsche Studenten kennen. Sie kamen heute nach einer einwöchigen Vietnamreise in Kambodscha an und blieben für drei Tage in Siem Reap. Einer studiert Physik in Heidelberg und macht gerade seine Diplomarbeit an der Universität in Singapur, ein anderer studiert Medizin ebenfalls in Heidelberg, ist aber zur Zeit für ein Jahr in Australien um dort sein praktisches Jahr zu machen. Beide können diesen Auslandsaufenthalt dank der Stipendien der deutschen Studienstiftung genießen. Beide haben also eine Menge im Kopf. Der dritte studiert Medizin in Greifswald. Alle drei kannten sich bereits von klein auf und wollten jetzt kurz vor ihren Abschlüssen eine Abenteuerreise machen. Zu fünft sahen wir uns nun den Sunset über Kambodscha an und genossen zwei schöne Stunden bei angenehmen Temperaturen. Zu dieser Jahreszeit ist in Kambodscha Trockenzeit, was dazu führt das es neben der Hitze tagsüber auch sehr trocken und staubig ist. Als es dann dunkel wurde verließen wir den Berg und wir machten noch ein paar Fotos am Fuße der Erhebung mit den dortigen Elefanten. Für 20 US Dollar kann man sich auf diesen Riesen nämlich den Berg hochtragen lassen, zudem findet man auf den Straßen öfters Hinweisschilder das man vorsichtig sein sollte, da Elefanten die Straße kreuzen könnten. Anschließend trennten sich unsere Wege und Jing und ich gingen noch nach Siem Reap zu abendessen. Als wir später am Abend dann im Gästehaus ankamen erzählte uns ein Australier wie er sich eben für 4 US Dollar hat volllaufen lassen. Trinkengehen ist hier extrem günstig! So bezahlt man für ein Bier 75 Cent, bekommt aber immer zwei Bier dafür, auch wenn man nur eines bestellt. Cocktails gibt es ab 1,50 US Dollar, ebenfalls in doppelter Ausführung. Und so kam es dass dieser Herr dessen Namen ich nicht weiß, für knapp 4 Dollar richtig voll war :-). Also wer saufen will, vergiss Malle, hol dir n Ticket für Kambodscha!

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