Dienstag, 24. März 2009

Tage 35-37 - 22.-24.03.: Hasen, Pinguin und schönes Wetter

Am Sonntag ging es weiter nach Napier, einer mittelgroßen Stadt an der Ostküste auf der Nordinsel. Die Fahrt ging über Wolkenbehangene Berge mit üppiger Vegetation und steilen Hängen. Durch das viele Grün, den Wolken und den schmalen Straßen fühlte ich als sei ich irgendwo in Bolivien oder Peru auf der Straße des Todes. Zumindest so stelle ich mir die hohen Pässe in Südamerika vor. Echt schön! In Napier angekommen bummelte ich durch die Straßen und freute mich über den strahlenden Sonnenschein. Napier ist nach Miami Beach die Stadt mit den meisten eingeschössigen Häusern weltweit, wenn man dem Busfahrer glauben darf. Die Jugendherberge liegt direkt am Meer, mit schönem Blick auf die ruhige See.

Am Montag ging es dann weiter Richtung Norden, nach Mount Maunganui/Tauranga. Dort werde ich dann auch für 2 Nächte bleiben. Da wir erst gegen 17uhr ankamen habe ich an diesem Tag außer Einkaufen auch nicht viel unternommen. Ständig Busfahren schlaucht schon ein wenig...

Heute war ersteinmal ausschlafen angesagt! Tat echt gut und war auch mal wieder nötig. Dann habe ich noch meine Wäsche gewaschen, was nun hoffentlich nichtmehr gemacht werden muss, zumindest laut meiner Berechnung nach ;-). Gegen Mittag ging es dann mit dem Bus an den Fuß des Mount Maunganui, ein erloschener, 230m hoher Vulkankegel der dem Vorort von Tauranga seinen Namen verleiht. Diesen habe ich dann auch bestiegen und genoß die schöne Aussicht. Auf dem Weg hoch sah ich viele kleine braune Hasen die sich in der dichten Vegetation verstecken und die Wanderer angucken. Wie mir ein Mann später mitteilt, verstreut man sehr viel Gift auf dem Berg, um die Hasen zu töten. Angeblich bringen die Hasen durch ihre Kanäle und Tunnel den Berg in Rutschungen und stellen somit indirekt eine Gefahr für den Menschen dar. Sehr traurig das man diese kleinen süßen Geschöpfe umbringen muss...anstatt die einzufangen und umzusiedeln. Ganz so "grün" und Umweltbewusst wie die Neuseeländer sich ausgeben, sind sie dann doch nicht! Dann spazierte ich wieder runter und ging an den langen Sandstrand. Dort sah ich einen kleinen, 20-25cm großen Pinguin. Leider lag dieser tot am Strand, was sehr traurig war. Er hatte nirgendwo Blutspuren oder sonstige erkennbare Blessuren, er ist möglicherweise durch einen Aufprall auf Etwas gestorben und dann an Land gespühlt worden. Nach dem Strandspaziergang fuhr ich wieder mit dem Bus zur Jugendherberge zurück und ging noch einmal Nahrungsmittel und Getränke einkaufen. Das Wasser hier schmeckt furchtbar! Nicht nur das es keine Kohlensäure enthält, nein, das stille Wasser hat auch noch einen widerlichen Geschmack! Daher trinke ich in letzter Zeit fast ausschließlich Powerade (Geschmackssorte Berry Ice, sehr lecker!). Am Abend gönnte ich mir dann noch eine kleine Pizza bei PizzaHut.

Samstag, 21. März 2009

Tage 32-34 - 19.-21.03.: Goodbye Südinsel

Am Donnerstag ging es nach Chrischurch, Neuseelands zweitgrößter Stadt. Eine seh angenehme kleine Stadt mit schönen großen Parks und einem kleinen Fluss der durch die Stadt führt, auf welchem mann sich wie in Venedig in eine Art Gondel setzen kann und man wird dann auf dem Fluss herumgefahren. Ich für meinenen Teil war im kostenlosen Museum in dem viel über die Geschichte des Landes ausgestellt wird. Von der Entdeckung Neuseelands bis hin zur Anartikerforschung. Chrischurch ist der logistische Ausgangspunkt für alle Antartikaktivitäten. Von hier aus werden täglich Lebensmittel, Geräte und Personen an den Südpol geflogen. Sonst habe ich an dem Tag nicht viel gemacht. RUmbummeln und die Stadt angucken. Am Freitag ging es nach Kaikura. Eine kleine verschlafene Stadt an der Ostküste. Da wir bereits um 12 Uhr mittags ankamen, gönnte ich mir erst einmal ein Mittagschläfchen. Anschließend lief ich zu einer Robbenkolonie um mir die Faulpelze aus erster Nähe mal anzugucken. Die Tiere sind sehr zutraulich und liegen teilweise nur 2 Meter vom Weg entfernt. Ein schönes Erlebnis, diese Lebewesen so nah in freier Wildbahn leben zu sehen. Abends ging ich noch einen Burger für 5 Dollar essen, denn ich konnte es mir leisten, nachdem ich auf der Straße einen 10 Dollarschein gefunden habe :-). Abends wurde dann noch ein wenig gelesen und noch ein wenig gesurft. Am Samstag ging es zuerst mit dem Bus in das 3 Stunden entfernte Picton, von wo aus dann meine 3 stündige Fährfahrt auf die Nordinsel, nach Neuseelands Hauptstadt Wellington, auf dem Programm stand. Gegen 17.30 kam ich dann im Hostel an. Kurz einkaufen gewesen, geduscht und dann wars das auch schon für den Tag.

Mittwoch, 18. März 2009

Tage 29 - 31 - 16. - 18.03. : Partystadt und die steilste Straße der Welt

Am Montag ging es morgens mit dem Bus nach Queenstown, der angesagtesten Stadt Neuseelands. Die Fahrt dauerte knappe neun Stunden und wir machten am Lake Matheson einen Stopp, da sich auf diesem See der höchste Berg Ozeaniens, der Mt. Cook(3754m) sehr gut sichtbar wiederspiegelt. Später auf der Fahrt hielten wir noch kurz bei einem Wasserfall an und knippsten ein paar Fotos. Gegen 17uhr erreichten wir dann endlich Queenstown. Hier wurde nicht nur das professionelle Bungiejumping erfunden, sondern sie gilt als DIE Abenteuerstadt schlechthin, auf grund der vielen Aktivitäten die man hier machen kann. Neben den Bungiejumping von 3 verschiedenen Brücken gibt es alles mögliche, von Fallschirmspringen, Kayaken bis hin zu Wildwasserrafting und Parasailing. Die Stadt hat nur knapp 10.000 Einwohner, ist aber voll von Bars und Cafés, da hier das junge Volk in großer Zahl vorhanden ist. Ich für meinen Teil habe hier keine spektakuläre Aktivität unternommen, sondern blieb brav am See, der direkt vor der Jugendherberge liegt. Abends ging ich mit Sonja und Francesco, einem Italiäner den wir aus Franz Josef kennen in eine Bar was trinken, aber das auch nicht sehr lange da wir alle recht müde von der Busfahrt waren.

Am Dienstag ging es dann nach Dunedin, der zweitgrößten Stadt der Südinsel. Die Stadt ist nicht wirklich sehenswert, allerdings beherbergt sie die steilste Straße der Welt, die Baldwin Street. Mit 35 % ist sie mit knapp 3,5 % Abstand die steilste. Nr. 2 & 3 stehen beide in San Francisco und weisen eine Neigung von "nur" 31,5% auf. Die Baldwin Straße wurde allerdings erst am Mittwoch morgen besichtigt, da mein Reisebus dort hielt und wir alle dort hochlaufen durften um zu sehen wie anstrengend und steil sie doch ist. Am Dienstag habe ich mir nur die älteste Universität Neuseelands angeguckt, die in Dunedin gegründet wurde. Sonst schlenderte ich tagsüber durch die Straßen und betrachtete die vielen stark angetrunken Britten, die den irischen St. Patricks Day in vollen Zügen feierten, auch wenn sie aus England oder Schottland kamen...sie brauchten halt einen Grund zum Saufen.

Am Mittwoch ging es dann wie bereits erwähnt zur Baldwin Street. Nach 15 minütiger Pause ging es dann weiter nach Lake Tekapo. Ein kleines Örtchen an einem wunderschönen hellblauen See, welcher umgeben von hohen und kahlen Bergen ist. Tagsüber regnete es , aber am späten Nachmittag kam dann Gott sei dank noch die Sonne raus und warf ihre Strahlen auf den türkisblauen See. Den Rest vom Tag laß ich mein Buch weiter und sortierte schonmal ein wenig Fotos aus.

Montag, 16. März 2009

Tag 28 - 15.03.: Die große Gletscherwanderung

Heute stand das zweite Highlight (nach dem missglückten Tongariro-Nationalpark) meiner Neuseelandrundreise an, die Tageswanderung auf dem Franz-Josef Gletscher, dem schnellstwachsenden Gletscher der Erde, aktuell bewegt er sich ca. 50cm pro Tag. Um 8.30 ging es mit einem Bus zum Ausgangspunkt der Wanderung. Dieser liegt rund 2 km entfernt von der Gletscherzunge, was bedeutete das man zuerst rund 1 Stunde durch Flüsse und trockene Flusstäler hinwandern musste, ehe es aufs Eis ging. Dann ging es über knapp 70 Meter hohe Geröllberge, welche der Gletscher vor sich herschiebt, was rund eine halbe Stunde dauerte. Am Gletscher angekommen zogen wir uns die vorher verteilten Spikes an die Schuhe, um auf dem Eis auch einen festen Halt zu haben, da das Eis extrem rutschig ist. Und dann ging die recht anstrengende, aber sehr schöne Tour los. Man musste bei jedem Schritt recht fest auf den Boden treten, damit man einen sicheren Halt hat und auch ein wenig die Landschaft genießen kann und nicht immer nach unten gucken muss. Wir durchquerten eine Reihe von Gletscherspalten und drängten uns durch die sehr engen und nassen Gassen hindurch. Teilweise waren die Gänge so eng wie mein kleines Netbook, so das man sich quer durchdrücken musste und den Rucksack hintersich durchpressen musste. Ich bin ja recht schlank aber selbst für mich war das sehr schwierig. Und bei diesen Aktionen wurde man auch fast komplett nass, da die ganze Zeit Wasser an den Gletscherwänden herunterfließt. Die Sonne schien den ganzen Tag über sehr stark auf den Gletscher, dass natürlich dazu beitrug, dass die Oberfläche ein wenig flüssiger war. Zudem war es auch windig wenn man direkt auf dem Gletscher stand, daher war es auch ganz nützlich einen Pulli und eine Jacke dabei zu haben. Auch an den Beinen war es recht frisch, da man uns empfohlen hat eine kurze Hose anzuziehen. Denn wenn man mit Jeans oder anderen langen Hosen unterwegs ist, werden diese zu 100% nass und man friert noch mehr. Also nicht wundern wenn ich auf den Bildern ne kurze Hose anhabe. Sonst ist es recht warm gewesen, ich schätze mal so 12-15 Grad. Die Gletschererkundung ging dann bis ca. 16uhr ehe wir wieder abstiegen und zurück in die Jugendherberge fuhren. Abends aßen Sonja, Beat, Sebastian und ich dann noch Reis und Nudeln. Sebastian erreichte Franz Josef am Nachmittag. Leider ist es der letzte Tag an dem ich ihn sehen konnte, da er eine weitere Nacht dort bleibt und ich ab diesem Zeitpunkt in Neuseeland pro Stadt nur noch eine Nacht bleiben werde. Wir saßen dann Abends ein wenig zusammen und gegen halb zwei endete der Tag dann auch. Dies war der erste Tag meiner Reise an dem ich keinen Cent ausgegeben habe (abgesehen von der Gletscherwanderung die Rund 57 Euro kostete, aber schon am Vortag gebucht wurde :-) ).

Tag 27 - 14.03.: Ausruhen

Heute ging es nach Franz Josef, einem kleinen Örtchen am Fuße des gleichnamigen Gletschers. Dort angekommen entspannte ich mal ein wenig, legte mich aufs Sofa und laß, surfte im Internet und spazierte durch die Gegend. Am Nachmittag ging es dann noch mit dem Bus zum 6km entfernten Gletscher, um ein paar erste Eindrücke und Fotos am Fuße des Gletschers zu machen. Abends kochten wir zu 9. Nudeln in der Jugendherberge und feierten in den Geburtstag von Joey, einem jetzt 20jährigen angehenden Zahnmedizinstudent aus Gießen den wir am Vortag kennengelernt haben, rein.
Nicht viel aufregendes passiert, aber das ist auch gut so, denn am nächsten Tag steht eine ganztägige Gletscherwanderung an. Allerdings ist es auch der letzte Tag den ich mit Johannes und Tomasz verbringen werde, da sie morgen bereits weiter reisen und wir uns dann nichtmehr sehen werden. Echt schade, aber ich bin sehr froh darüber die beiden kennengelernt zu haben, da ich mit ihnen tolle 7 Tage verbracht habe und sie sicherlich zu meinem Wohlbefinden beigetragen haben!

Freitag, 13. März 2009

Tag 26 - 13.03.: Robben, viel Küste und wieder BBQ

Um 7.50 fuhr der Bus mit Ziel Greymouth los. Ein Recht langer Weg lag vor uns. Während der Busfahrt hielten wir einmal kurz an um die angeblich so bekannten Pancake-Rocks anzuschauen. Felsen die wie viele kleine Waffeln aufeinandergestapelt aussehen. Relativ langweilig wie ich finde, allerdings führte der Weg durch einen schönen grünen Regenwald, mit toller Fauna und Flora. Das eigentliche Highlight bei diesen Felsen war dann allerdings ein Niederländer, der total geil drauf war. Neben seinem lustigen Erscheinungsbild(siehe Foto) kam noch seine total hohe Stimme hinzu, was sehr amüsant war ;-) Der Kerle is seit knapp 4 oder 5 Monaten mit dem Camper in Neuseeland unterwegs, so genau weiß er das auch nichtmehr. Und seitdem hat er sich auch nichtmehr rasiert, was man gut sehen konnte. Und der Junge erzählte einfach nur lustige Sachen die einen automatisch zum lachen brachten wenn man ihn dabei zusieht. Dann ging es wieder in den Bus und wir fuhren zu einer Robbenkolonie, die gemütlich auf einem Felsen rumliegt. Gegen 17uhr erreichten wir dann die Jugendherberge in Greymouth. Am Abend gabs dann in einer Bar ein BBQ für 6 Dollar, all you can eat. Da mussten wir zuschlagen...allerdings waren die Würstchen nich wirklich toll, so das wir das Angebot nicht ganz ausgereizt haben. Auf der Fahrt haben wir noch Beat kennengelernt, ein knapp 40 jähriger Schweizer der gerade eine Round-The-World-Tour macht für 6 Monate, davon allerdings 5 Monate in Australien und Neuseeland ist. Mit ihm gingen wir auch zum BBQ und werden auch die nächsten Tage seine Gesellschaft genießen. Vorallem Ich, da ich mit ihm zusammen die ganztägige Gletscherwanderung auf dem Franz Josef Gletscher am Sonntag machen werde. Die anderen machen nur die Halbtagestour am Samstag. Nach dem BBQ gingen wir noch in einer Bar etwas trinken und der Tag endete "schon" um 23.30.

Tag 25 - 12.03. : Mittelpunkt, BBQ und ein Pokerturnier

Heute war erstmal ausschlafen angesagt, was auch mal wieder nötig war! So stand ich erst um 10.30 auf und ging alles in ruhe an. Am Mittag gingen Johannes, Tomasz und ich dann zum Center of New Zealand, der geographische Mittelpunkt Neuseelands. Dieser befindet sich nur ca. 35 Fußminuten von unserer Jugendherberge entfernt auf einem Hügel in Nelson. Dort befindet sich eine ca. 2,5m große Nadel die auf den Erdboden gerichtet ist, nicht wirklich spektakulär, aber was will man auch erwarten... Dann ging es wieder zurück zur Herberge um dort auf Sebastian zu warten, der heute aus Wellington ankam. Sebastian war der Kerle der aus Biberach kommt und den wir bereits aus Taupo kennen. Als er dann kam gingen wir in den Supermarkt um uns für das anstehende BBQ zur rüsten, welches wir am abend machen wollen. Und da das Einkaufen in Neuseeland ziemlich lange dauern kann, weil die Kassen manchmal voll sind und die Kassierer recht langsam zu werke gehen, war es dann auch schon 18.30 uhr als wir wieder in der Jugendherberge ankamen und begannen direkt mit dem Grillen. Um 19uhr kam dann noch Sonja vorbei und wir grillen zu fünft auf der Terrasse. Nachdem wir alle satt waren setzen wir uns wieder rein und unterhielten uns mit den anderen Backpackern aus unserem Bus, mit denen wir bereits viele Kontakte während unserer Reise geknüpft hatten. Man kann sagen das wir mittlerweile eine große Clique aus ca. 13-15 Personen sind, aus allen möglichen Ländern, sehr feine Sache. So gingen wir alle dann auch später los um die Bars unsicher zu machen, allerdings gibt es in Nelson nicht wirklich viel Auswahl. So landeten wir dann später in einer kleinen Bar mit Livemusik. Später bemerkten Sebastian und Ich das im Nebenraum ein kleines Pokerturnier lief welches wir dann verfolgten. Das Turnier war schon recht weit voran geschritten, so dass es nichtmehr lange dauern würde bis ein Sieger feststehen würde. Als es dann irgendwann aus war wurden wir gefragt ob wir beide mitmachen wollten. Nach einer kurzen Überlegung und der Tatsache, dass das Startgeld nur 5 Dollar (umgerechnet 2 Euro) sind, nahmen wir daran teil. Die anderen 6 Spieler kamen aus Neuseeland, Australien, Italien und den USA, allesamt schon recht erfahren glauben wir. Zumindest taten sie so...Mich hat es dann auch als ersten rausgehauen, Sebastian allerdings war eiskalt und konnte sich den dritten Platz sichern. Es war sehr lustig mal so ein Turnier live mitzuspielen, vorallem wenn die Teilnehmer aus allen Ecken der Welt kommen. Und irgendwie war jeder von ihnen ein wenig komisch, auf seine Art und Weise. Bei manchen fehlten schon ein paar Tassen im Schrank ;-)
Gegen 1 Uhr ging es dann auch wieder Richtung Jugendherberge, da man ja am nächsten Morgen wieder um 7.50 in den Bussteigen muss. Allerdings enden Abende mit Johannes, Tomasz und vorallem Sebastian nie wirklich so früh wie man es vorhat. Wir saßen noch bis ca. 2.30 in der Küche und laberten und lachten, bis sie sich entschlossen haben nun doch keine Weinflasche mehr aufzumachen, da 3 ja auch reichen würden und man irgendwann wieder aufstehen muss...

Mittwoch, 11. März 2009

Tag 24 - 11.03. : 24km Wanderung durch die Natur

Um 7.30 fuhr unser Bus vom Hostel los, Ziel war der knapp 60km entfernte Abel Tasman Nationalpark. Dieser lockt mit tollen Stränden, grünen Berghängen und schönen kleinen Bachläufen und Wasserfällen. Als der Bus nach einer Stunde Fahrt am Rande des Parks ankam, stiegen wir drei auf ein Boot um, welches an der Küste entlang fuhr um uns weiter drinnen im Park auszusetzen. Die geplante Route zurück war 24km lang, aber ging größtenteils durch regenwaldähnliche Vegetation entlang der steilen Küste. Sehr schön! Bereits am Tag vorher machten wir im Bus Bekanntschaft mit Sonja, einer 25 jährigen Grundschullehramtsstudentin aus WÜRZBURG ! ;) Allerdings werd ich sie wohl in Würze nichtmehr sehen, da sie gerade fertig geworden ist und ab September dann in der Schule anzutreffen sein wird. Zu viert wanderten wir dann 7 Stunden entlang der goldenen Strände zurück zum Bus, welcher um 17.30 erreicht werden musste, da wir sonst selbst gucken müssten wie wir heimkommen. Durch das schöne Wetter sahen wir wunderschöne goldfarbene Strände mit türkisblauem Wasser und saftig grüne Berghänge, was dazu führte, dass wir ewig mit Fotos machen beschäftigt waren. Die Zeit rannte uns davon, aber letzendlich erreichten wir dann doch noch 10 minuten vor Abfahrt den Bus. Das Wetter war heute mal auf unserer Seite. Mit knapp 21 Grad, Sonnenschein und ab und zu ein paar Wolken konnten wir uns wirklich nicht beschweren. Gegessen haben wir auf dem Wege unsere selbstgemachten Sandwiches und Äpfel. Nach anstrengender Wanderung und Busfahrt zurück erreichten wir unser Hostel um 19uhr. Wir gingen nochmal durch den Supermarkt und aßen nocheinmal beim PizzaHut. Lecker, günstig und sattmachend! Mmmhhh... Und nachdem ich weder ein frisches Tshirt noch ein paar Socken besaß, kamen wir zu dem entschluss unsere Wäsche zu waschen, was zu dritt natürlich günstiger ist wenn man das alles zusammenlegt um die Waschmaschine vollzukriegen. Johannes und Tomasz werden mich noch bis Franz Josef begleiten, dort trennen sich unsere Wege dann am Sonntag den 15. März. Echt schade, da es echt sehr sehr lustig ist mit den beiden und wir uns alle super verstehen. Auch Sonja, die in einem anderen Hostel in Nelson gerade ist, ist echt nett! Morgen Abend ist Grillen bei uns im Hostel angesagt, da an diesem Tag auch Sebastian bei uns im Hostel ankommt, ein geselliger Schwabe aus Biberach, den wir bereits aus Taupo kennen, mit dem wir dort schon einen lustigen Abend erlebt haben. Sonja wird mich dann wohl noch bis Queenstown begleiten, ehe sich die Wege am 17.3. trennen. Bisher waren die letzten zwei Tage meine schönsten in Neuseeland, da ich mit diesen Leuten tolle Stunden und Landschaften erlebt habe und es sehr viel Spaß macht mit ihnen rumzuhängen. Der Tag heute wurde dann noch mit der Nachricht des 7:1 Sieges meiner Bayern abgerundet! TOLLER TAG!

Tag 23 - 10.03. : Auf der Südinsel angekommen

Heute ging es wie immer früh raus, denn heute stand die Fährfahrt auf die Südinsel auf dem Plan. Von Wellington ging um 8.30 die knapp dreistündige Fahrt los und endete in Picton auf der Südinsel. Die See war relativ ruhig, allerdings ging ein starker Wind, so das Johannes, Tomasz und ich uns größtenteils im Schiffsinneren aufhielten. Von Picton ging es dann mit dem Bus weitere dreistunden nach Nelson weiter. In Nelson besuchten wir eine alte Katedrale, welche aber nicht wirklich spektakulär war. Anschließend ging es zu einem deutschen Metzger wo wir uns alle eine leckere Currywurst gönnten....das tat gut :-) . Später sind wir dann noch in den Supermarkt um uns Essen für den darauffolgenden tag zu kaufen, da morgen eine 24km Wanderung durch den Abel Tasman Nationalpark ansteht. Abends gingen wir noch in den Pizzahut und haben den Tag noch gemütlich auf der Terasse des Hostels ausklingen lassen. Nicht viel passiert also, aber die Fährfahrt war recht schön, da sie teilweise auch durch Fjordähnliche Gewässer ging.

Tag 22 - 09.03.: Road to Wellington

Der 22. Tag meiner Reise war recht unspektakulär. Ich fuhr mit dem Bus knappe 7 Stunden nach Wellington, Neuseelands Hauptstadt. Dieser Weg führte auf der "Desert Road" vorbei an Vulkanlandschaften und vielen grünen Wiesen mit vielen weißen Schafen. Recht hübsch anzuschauen. Das Wetter war sonnig und trocken, ab und zu ein paar Wolken, aber im ganzen recht schön. Am Tag vorher habe ich in Taupo zwei Deutsche Studenten aus Nürnberg kennengelernt. Johannes, 25, und Tomasz, 24, beides BWL Studenten die in den Semesterferien durch Australien und Neuseeland reisen. Mit Ihnen werde ich die nächsten 6 Tage verbringen. In Wellington angekommen fuhren wir mit dem Bus auf einen Aussichtspunkt und später gingen wir drei noch mit einem Engländer ins "Te Papa Museum", ein kostenloses und sehr interessantes Museum in Wellington. Am Abend aß ich noch zusammen mit Johannes einen Burger und dann endete der tag auch schon.

Sonntag, 8. März 2009

Tag 21 - 08.03. : Der härteste Treck meines Lebens

Heute began der Tag Frühmorgens um 5 Uhr. Nachdem ich die letzten Minuten des Bayernspiels per Liveticker mitbekommen habe kam auch der Bus der uns in den Tongariro Nationalpark fuhr. Dies ist der Drehort einiger Szenen aus der Herr der Ringe-Trilogie, gerade die vielen Szenen aus Mordor wurden hier gedreht. Dementsprechend groß war auch meine Erwartungshaltung an die Landschaft. Die Sonne ging gegen 6.30 auf und zuerst sah das Wetter echt gut aus. Doch nachdem der erste Kilometer im Nationalpark gegangen war, kamen große Dichte Wolken auf und begleiteten uns die vollen sieben Stunden mit viel Regen und einem eisigen Wind. So marschiete ich mit den vielen anderen Wanderern die 19km lange Strecke durch einen eisigen Sturm mit extrem starken Winden. Man wanderte auf rund 6000 Fuß hoch und Wind und Regen wurden immer stärker. Die Sicht ging auf knapp 35 Meter runter und man hatte stark damit zu kämpfen nicht die steilen Vulkanhänge herunterzufallen. Der Wind drückte einen ständig weg und viele konnten nur noch gebückt einige Kilometer zurücklegen. Es war furchtbar! Man sah sogut wie keine Seen, sah den Schicksalsberg aus Herr der Ringe nicht und die roten und grünen Vulkankrater waren unter der dichten Wolkendecke nie zu erkennen, sehr enttäuschend! An einer kleinen blauen Seenplatte verschwanden die Wolken für wenige Momente, so das man wenigstens diese mal kurz sehen konnte. Doch dann kamen wieder die Wolken und der Regen... und man war von oben bis unten komplett nass und es war sehr sehr kalt. Diese Tagenwanderung gilt als die schönste überhaupt in Neuseeland und als eine der besten und spektakulärsten auf der ganzen Welt. Leider nicht für mich an diesem Tag. Dementsprechen enttäuscht kam ich nach 8 Stunden "Kampf" wieder im Hostel an. Dieser Trek verlangte mir und den vielen anderen alles ab. Mit zwar nur 4 Kg Gepäck auf dem Rücken war es trotzdem extrem anstrengend. Man läuft nicht nur einfach einen Trampfelpfad entlang, sondern muss auch klettern und öfters seine Hände benutzen um vorwärts zukommen. Manchmal musste man über kleine Flüsse springen und oftmals steckte man knöcheltief mit dem Fuß im Schlamm fest und musste sich so durch viele viele Matschwege durchkämpfen. Es war wohl einerm einer anstrengensten Tage die ich je erlebt habe, nicht nur auf der Reise sondern generell. Der Regen, der Wind, die rutschigen Felsen und schlammigen Wege und dazu noch alles nass und kalt am Körper... muss ich wohl eines Tages nochmal nach Neuseeland zurückkehren um diese Wanderung bei gutem Wetter durchführen zu können. In der Bröschüre wird der Weg mit 4 von 5 möglichen "Härte-Sternchen" angegeben, dies gilt allerdings nur bei gutem Wetter. Ich denke heute wird er die vollen 5 Sternchen bekommen haben...

Samstag, 7. März 2009

Tag 20 - 07. März: Geysire, Schwefelpools und viele Irons Mans

Der heutige Tag began um 8.40 im Bus, als wir zu einem Geysir gefahren sind, welcher jeden tag gegen 10.20 ausbricht. Ein Parkaufseher erzählte den vielen Schaulustigen dann etwas über diesen Geysir ehe er vor unseren Augen eine rund 10 Meter hohe Fontaine aus Wasser ausstieß. Danach fuhren wir nach Rotorua ins "Thermal Wonderland" um uns dort die vielen Schlammpools und Schwefelkrater anzugucken. Dort stinkt es ziemlich, da die ganze Gegend viel Schwefel im Boden hält und dementsprechend riecht man nach einigen Stunden auch :-). Anschließend ging es weiter zu den Huka-Wasserfällen. Ein kleiner reißender Strom der durch sein Gefälle einen kleinen Wasserfall verursacht. Gegen 15uhr erreichte ich dann meine Jugendherberge. Die Terasse gönnt einem einen Blick auf den größten See Neuseelands und den sich dahinter befindenden Bergen, sehr fein! Ich schaute mir dann die Stadt Taupo an und stellte fest das sich genau heute der IRON MAN 2009 Wettebwerb ist. Für die jenigen die nicht wissen was Iron Man ist: Dies ist eine Art Triathlon, bei dem die Teilnehmer zuerst rund 4km Schwimmen müssen, anschließend 180km Radfahren und dann noch 42km laufen müssen. Und das alles hintereinander, so dass man zwischen 10 und 16 Stunden am Stück nur am auspowern ist...richtig heftig also! Dementsprechend sahen die Teilnehmer die das Ziel erreicht haben auch aus...total fertig mit sich und der Welt. Respekt! Die Teilnehmer kamen auch aus aller Welt...Deutschland, Usbekistan, Ozeanien, England, USA,....
Das Wetter ist im Vergleich zu den vorherigen Tagen besser. Es regnet zwar noch manchmal, aber es gibt schon mehrere Trockenphasen. Morgen soll das Wetter dann richtig gut werden. Das ist auch dringend nötig, da mich morgen ein rund 20km langer Marsch quer durch ein Vulkangebiet führt, hinauf auf den Krater des Schicksalsbergers aus Herr der Ringe. Jeder der die Filmtriologie gesehen hat und sich noch an Mordor erinnern kann, weiß was mich morgen für eine fantastische Landschaft erwartet!

Freitag, 6. März 2009

Tage 17-19 04.-06.03. : Regen Regen Regen

In Neuseeland angekommen empfing mich am Mittwoch noch die Sonne mittags, doch ab dem Abend an bis jetzt regnete es durchgehend. Viel gesehen habe ich noch nicht. Auckland ist nicht wirklich ein Foto wert und die Landschaft die ich heute genießen konnte lohnt sich nicht zu fotographieren bei dem vielen Regen. Morgen geht es dann in ein Thermal-Gebiet mit Geysiren und Schwefelquellen und Pools. Leider soll es dann immernoch regnen, erst am Sonntag ist Besserung in Sicht. Viel erlebt habe ich bisher noch nicht, bei dem Wetter will man nicht wirklich was unternehmen, zudem gibt es auch nicht viel zu machen. Neuseeland ist halt bekannt für die Landschaft, die ich erst in den nächsten 10 Tagen sehen werde. Daher werde ich wohl auch die nächsten Tage immer zusammenfassen und alle 2-3 Tage etwas veröffentlichen. Bilder von Neuseeland habe ich auch noch nicht gemacht, daher findet man jetzt im Anfang dieser News auch keine Bilder. Ich hoffe das die ersten Postkarten bereits die Heimat erreicht haben und das die aus Kambodscha auch eines Tages ihr Ziel finden werden. Bis die Tage dann!

Dienstag, 3. März 2009

Tag 16 - 03.03. : Buntes Sydney

Heute unternahm ich nicht viel. Ich schließ sehr lange, nahm mein Frühstück zu mir und legte mich wieder hin um schlaf für die Nächste nacht vorzutanken, da ich das Hostel bereits gegen 7uhr Richtung Flughafen verlassen werde. Nach dem Mittagschlaf spazierte ich nochmal ein wenig in der Gegend umher und kaufte mir ein Australien-Tshirt für 5 Dollar, also umgerechnet 2,50 Euro. Sonst gibt es nicht viel zu erzählen von meinen Aktitiväten. In diesen Tagen ist in Sydney das angeblich größte Schwulen und Lesben Festival der Welt, welches ungefähr drei Wochen geht, dementsprechend "bunt" ist auch das Treiben auf der Straße, sehr lustig anzusehen teilweise. Ich surf jetzt noch ein wenig im Internet und werde dann auch schon packen. Ich bin froh wenn ich endlich in Neuseeland gelandet bin, da es ab da dann ein wenig ruhiger hergeht. Alle drei Tage ins Flugzeug einsteigen geht schon sehr auf die Energie, nochmal werde ich mir einen solchen Zeitplan sicher nicht anlegen. 3 Wochen Neuseeland, 8 tage Fidschi und 9 Tage Cookinseln sind schonmal gute Zeiten die nicht all zu viel Streß bedeuten sollten.