Die Hauptstadt des Ferienparadieses Malaysia ist relativ langweilig, daher fasse ich die Tage in Kuala Lumpur zusammen. Außer den Petronas Towers gibt es hier nicht viel zu erleben. Im Norden befinden sich zwar Höhlen welche mit großen Spinnen und Buddastatuen beschmückt sind, aber da es in hier kaum öffentlichen Nahverkehr gibt ist es teilweise sehr umständlich dorthin zu kommen. Da es zudem noch viel geregnet hat und das in sehr unglaublich großen Mengen, beschloss ich die Tage eher drinnen zu verbringen, zumal es auch extrem schwül draussen ist. So kam auch dieses Onlinetagebuch zustande. Die Tage bestanden darin lange zu schlafen und sich die größten Zwillingstürme der Welt, die Petronas Towers mit 452 Metern mal bei Tag und mal bei Nacht anzugucken. Der Verkehr hier ist auf grund des fehlenden Nahverkehrs umso stärker, die Stadt ist sehr dreckig und die Menschen sind extrem aufdringlich. Jeder möchte mir hier seine gefälschten Fussballtrikots, Fußmassagen oder sogar horizontale Dienste anbieten. Prostitution ist hier sehr stark vorhanden. Egal ob Morgens um 11, Mittags um 14uhr oder am frühen Abend um 19uhr wird man hier von den Frauen angesprochen. So etwas hätte ich nicht gedacht, da Malaysia ein stark muslimisches Land ist, ging ich eher davon aus das man soetwas eher an den Stränden und typischen Touristenorten vorfindet. Mein Hostel (Red Palm) zählt zu den besten Hostels weltweit und bekam schon viele Preise, allerdings war ich erstmal geschockt als ich aus dem Taxi ausstieg und es erstmal suchen musste. In dieser kleinen Straße reihen sich Hostel an Hostel und jedes Gebäude sieht von außen stark baufällig aus. Als ich es dann fand, war ich umso erfreuter, denn innen ist es sehr sauber und die Mitarbeiter sind sehr sehr freundlich! Zudem ist es mit 14 Betten das kleinste Hostel das ich je sah, was dazu führt das es sehr familiär zugeht. Jeder kennt jeden, man schaut sich Filme zusammen an und erzählt von seinen bisherigen Reiseerfahrungen. Zum Frühstück gab es Cornflakes sowie Toast mit Butter und Erdbeermarmelade, Getränke konnte man günstig im Hostel erworben (günstiger als im Supermarkt). Durch die Zeitverschiebung ist es leider nicht möglich die Fussballspiele des FC Bayern live zu verfolgen, was sehr hart für mich ist. Daher galt meine Konzentration, v.a. in den Morgenstunden den vielen Berichterstattungen rund um die internationalen Topspiele. Gegessen habe ich hier öfters bei KFC und im Pizzahut, da die einheimischen Grillbuden nicht sehr einladend aussahen. Viel gegesse habe ich eh nicht, da man bei der Hitze nicht viel runterkriegt. Ich traf hier im Hostel einen Iraner, Assad, wohnt und lebt aber in Dubai, mit ihm habe ich mir mal die Türme angeguckt und war mit ihm ab und zu essen. Sonst habe ich nicht groß Bekanntschaft mit anderen gemacht, war aber auch nicht weiter schlimm. Was gibt es sonst noch zu erzählen...eigentlich nichts, Kuala Lumpur ist nicht wirklich die Reise wert, wenn Malaysia, dann schon die schönen Strände an West- und Ostküste.



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