Montag, 16. März 2009

Tag 28 - 15.03.: Die große Gletscherwanderung

Heute stand das zweite Highlight (nach dem missglückten Tongariro-Nationalpark) meiner Neuseelandrundreise an, die Tageswanderung auf dem Franz-Josef Gletscher, dem schnellstwachsenden Gletscher der Erde, aktuell bewegt er sich ca. 50cm pro Tag. Um 8.30 ging es mit einem Bus zum Ausgangspunkt der Wanderung. Dieser liegt rund 2 km entfernt von der Gletscherzunge, was bedeutete das man zuerst rund 1 Stunde durch Flüsse und trockene Flusstäler hinwandern musste, ehe es aufs Eis ging. Dann ging es über knapp 70 Meter hohe Geröllberge, welche der Gletscher vor sich herschiebt, was rund eine halbe Stunde dauerte. Am Gletscher angekommen zogen wir uns die vorher verteilten Spikes an die Schuhe, um auf dem Eis auch einen festen Halt zu haben, da das Eis extrem rutschig ist. Und dann ging die recht anstrengende, aber sehr schöne Tour los. Man musste bei jedem Schritt recht fest auf den Boden treten, damit man einen sicheren Halt hat und auch ein wenig die Landschaft genießen kann und nicht immer nach unten gucken muss. Wir durchquerten eine Reihe von Gletscherspalten und drängten uns durch die sehr engen und nassen Gassen hindurch. Teilweise waren die Gänge so eng wie mein kleines Netbook, so das man sich quer durchdrücken musste und den Rucksack hintersich durchpressen musste. Ich bin ja recht schlank aber selbst für mich war das sehr schwierig. Und bei diesen Aktionen wurde man auch fast komplett nass, da die ganze Zeit Wasser an den Gletscherwänden herunterfließt. Die Sonne schien den ganzen Tag über sehr stark auf den Gletscher, dass natürlich dazu beitrug, dass die Oberfläche ein wenig flüssiger war. Zudem war es auch windig wenn man direkt auf dem Gletscher stand, daher war es auch ganz nützlich einen Pulli und eine Jacke dabei zu haben. Auch an den Beinen war es recht frisch, da man uns empfohlen hat eine kurze Hose anzuziehen. Denn wenn man mit Jeans oder anderen langen Hosen unterwegs ist, werden diese zu 100% nass und man friert noch mehr. Also nicht wundern wenn ich auf den Bildern ne kurze Hose anhabe. Sonst ist es recht warm gewesen, ich schätze mal so 12-15 Grad. Die Gletschererkundung ging dann bis ca. 16uhr ehe wir wieder abstiegen und zurück in die Jugendherberge fuhren. Abends aßen Sonja, Beat, Sebastian und ich dann noch Reis und Nudeln. Sebastian erreichte Franz Josef am Nachmittag. Leider ist es der letzte Tag an dem ich ihn sehen konnte, da er eine weitere Nacht dort bleibt und ich ab diesem Zeitpunkt in Neuseeland pro Stadt nur noch eine Nacht bleiben werde. Wir saßen dann Abends ein wenig zusammen und gegen halb zwei endete der Tag dann auch. Dies war der erste Tag meiner Reise an dem ich keinen Cent ausgegeben habe (abgesehen von der Gletscherwanderung die Rund 57 Euro kostete, aber schon am Vortag gebucht wurde :-) ).

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