Heute began der Tag Frühmorgens um 5 Uhr. Nachdem ich die letzten Minuten des Bayernspiels per Liveticker mitbekommen habe kam auch der Bus der uns in den Tongariro Nationalpark fuhr. Dies ist der Drehort einiger Szenen aus der Herr der Ringe-Trilogie, gerade die vielen Szenen aus Mordor wurden hier gedreht. Dementsprechend groß war auch meine Erwartungshaltung an die Landschaft. Die Sonne ging gegen 6.30 auf und zuerst sah das Wetter echt gut aus. Doch nachdem der erste Kilometer im Nationalpark gegangen war, kamen große Dichte Wolken auf und begleiteten uns die vollen sieben Stunden mit viel Regen und einem eisigen Wind. So marschiete ich mit den vielen anderen Wanderern die 19km lange Strecke durch einen eisigen Sturm mit extrem starken Winden. Man wanderte auf rund 6000 Fuß hoch und Wind und Regen wurden immer stärker. Die Sicht ging auf knapp 35 Meter runter und man hatte stark damit zu kämpfen nicht die steilen Vulkanhänge herunterzufallen. Der Wind drückte einen ständig weg und viele konnten nur noch gebückt einige Kilometer zurücklegen. Es war furchtbar! Man sah sogut wie keine Seen, sah den Schicksalsberg aus Herr der Ringe nicht und die roten und grünen Vulkankrater waren unter der dichten Wolkendecke nie zu erkennen, sehr enttäuschend! An einer kleinen blauen Seenplatte verschwanden die Wolken für wenige Momente, so das man wenigstens diese mal kurz sehen konnte. Doch dann kamen wieder die Wolken und der Regen... und man war von oben bis unten komplett nass und es war sehr sehr kalt. Diese Tagenwanderung gilt als die schönste überhaupt in Neuseeland und als eine der besten und spektakulärsten auf der ganzen Welt. Leider nicht für mich an diesem Tag. Dementsprechen enttäuscht kam ich nach 8 Stunden "Kampf" wieder im Hostel an. Dieser Trek verlangte mir und den vielen anderen alles ab. Mit zwar nur 4 Kg Gepäck auf dem Rücken war es trotzdem extrem anstrengend. Man läuft nicht nur einfach einen Trampfelpfad entlang, sondern muss auch klettern und öfters seine Hände benutzen um vorwärts zukommen. Manchmal musste man über kleine Flüsse springen und oftmals steckte man knöcheltief mit dem Fuß im Schlamm fest und musste sich so durch viele viele Matschwege durchkämpfen. Es war wohl einerm einer anstrengensten Tage die ich je erlebt habe, nicht nur auf der Reise sondern generell. Der Regen, der Wind, die rutschigen Felsen und schlammigen Wege und dazu noch alles nass und kalt am Körper... muss ich wohl eines Tages nochmal nach Neuseeland zurückkehren um diese Wanderung bei gutem Wetter durchführen zu können. In der Bröschüre wird der Weg mit 4 von 5 möglichen "Härte-Sternchen" angegeben, dies gilt allerdings nur bei gutem Wetter. Ich denke heute wird er die vollen 5 Sternchen bekommen haben...




Wir leiden mit Dir!!
AntwortenLöschenDenk an Fidschi und Cook-Inseln,
dann hast wieder Wärme.
Gute Reise noch.