Morgens um 7.15 ging es mit dem Bus zum hafen, von wo aus mein Schiff Richtung der Yasawa-Inselgruppe abfuhr. Auf dem Schiff befinden sich nur junge Leute, alles Backpacker mit großen Rucksäcken. Ich dagegen war clever und have ja den großteil meines Gepäcks auf der Hauptinsel gelassen. Nach drei Stunden Fahrt erreichte das Schiff "meine" Insel, auf der mein Resort liegt. Das Schiff bleibt weit draussen in der Bucht, denn es ist üblich, dass die Resorts ihre Gäste vom Schiff mit einem kleinen Schnellboot abholen und auf bei der Abreise auch wieder hinbringen. Das Resort "White Sandy Beach" ist ein einfach gehaltenes Minidorf. Es gibt 3-4 Doppelbett-Häuschen, sowie zwei kleine Häuser mit jeweils zehn Betten und ein Speisehaus. Als das Schnellboot uns absetzte mussten wir (ich und die anderen vom Schiff) noch ca. 3 Minuten durch das Kniehohe Wasser waten, da gerade Ebbewar und das Boot nicht näher an den Strand fahren konnte. Bei der "Landung" am Strand sangen die Resortangestellten, gekleidet in Hawaii-Hemden, Röcken, einer Lotusblüte im Haar und bewaffnet mit einer OKkulele, einen Willkommenssong. Da es schon 12 Uhr war und die Essenstromel schlug, ging ich auch direkt nach dem Einchecken zum Mittagessen. Es ist nämlich üblich, dass bei den Resorts jemand auf einer Trommel rumhämmert wenn es Essen gibt. Sehr lustig. Achja und als Begrüßungsgetränk bekam jeder eine Kokosnuss mit Strohhalm, verzieht mit einer Lotusblüte. Als Mittagessen gab es als Vorspeise eine Suppe und als Hauptgang Reis mit Hühnchen und Gemüse. Das Resort hatte nur 18 Gäste, so dass man sich recht schnell kennenlertne. So lernte ich eine Schwedin kennen bei der ich meine Sprachkenntnisse versucht habe auszuprobieren, allerdings verließ sie das Resort direkt nach dem Essen, so dass es leider nur für einen Smalltalk reichte. Weiter lernte ich noch 4 Deutsche kennen. Ein angehender Chemiedoktorant, eine leicht durchgeknallte Heilbronnerin sowie ein Päarchen aus Bamberg, die bald ein Lehramtsstudium aufnehmen wollen, allerdings verließen die beiden das Resort ebensfalls nach dem Essen. Als ich satt war ging ich mit Sigi (der Heilbronnerin) und Markus (Chemie) ins geschätzte 40° heiße Wasser. Da Ebbe war, das Wasser knöcheltief am Anfang, die Sonne sehr stark draufschien und es keine Strömung gab, heizte es sich extrem auf. Als Entschädigung war es dafür aber auch sehr sehr klares Wasser. Der Sand war sehr fein und goldfarben. Wenn man dann noch 20m weit im Wasser steht und die Palmenwälder, die den Strand schmücken, sieht, fühlt man sich in einem Südseetraum. Dazu spielen Einheimische Gitarre und sangen Lieder. Für den Rest des Tages war relaxxen im Wasser oder in der Hängematte angesagt. Als die Sonne sich langsam Richtung Ozean neigte, spielten Sigi und ich noch eine Runde Volleyball mit den Bediensteten des Resort. Da es ein recht sclammiger Platz war auf dem wir spielten, war ich dank gewohnter einsatzfreude auch dementsprechend dreckig. Also ging ich duschen...Die Sanitären Einrichtungen sind sehr spartanisch, aber man sollte auch nicht zuviel erwarten von Inseln die keinen Handyempfang und fließend Wasser haben. Es gab zwar fließend Wasser, allerdings nur kaltes. Zum Abendessen gab es als Vorspeise einen Früchteteller mit Bananen, Ananas, Grapefruit und Melonen, als Hauptgericht einen Fisch (keine Ahnung was für einer) sowie Brötchen, Reis und Gemüse. Als Abendunterhaltung gab es fidschianische Tänze und Gesänge, dargeboten von den Hotelangestellten.




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