Donnerstag, 2. April 2009

Tag 42 - 29.03.: Fidschianischer Gottendienst und die Weltmeisterschaft

Um 8.30 gab es ein reichhaltiges Frühstücksbufee. Ich nahm drei Brötchen, Toast, Früchte und Cornflakes und trank frischgepressten Ananassaft. Gestärkt ging ich dann mit den anderen drei in das 20 Minuten entfernte Dorf um mal einen Südsee-Gottesdienst mitzuerleben. Der Weg dorthin ging durch den halben Dschungel, vorbei an freilaufenden Schweinen die direkt vor einem den Weg versperren und man teilweise über die faulrumliegenden Schweine drübersteigen muss, was ein lustiges Unterfangen war. Im Dortangekommen grüßten uns viele Einheimische, die Kirche war auch schnell erreicht, da sie Mitten im Dorf steht. In der sehr kleinen Kirche (das Dort hat vllt 100 Einwohner) war es sehr heiß! jeder von uns schwitzte extremst. Und das mussten wir jetzt über 1 1/2 Stunden aushalten. Es wurde viel gesunden (wir sangen natürlich nicht mit, war ja alles auf Fidschianisch) und zwischen den Liedern Redete der Pfarrer. Die Lieder waren alle sehr schön anzuhören und klangen typisch nach Südsee. Was auch schön anzusehen war, dass alle bunt gekleidet zur Kirche gehen (Haiwaiihemden und so). Nach dem Gottesdienst gingen wir leicht erschöpft wieder zum Resort, wo unser Mittagessen auf uns wartete. Es hat sich aber auf jedenfall gelohnt, weil es auch absolut nicht kommerziell oder extra für Touristen gemacht war. Mittags holte ich mir Schnorchelausrüstung vom Resort und ging hinaus zum vorgelagerten Riff, welches sich ca. 200m vorm Strand über die ganze Bucht erstreckte. Dort sah ich große bunte Fischschwärme, tiefblaue, rote, gelbe, regenbogenfarbige Fische und dazu viele leuchtende Korallen, klasse! Es war wohl mit Ägypten die beste Schnorchelstelle die ich je hatte. Da gelegentlich hohe Wellen kamen und ich dabei manchmal Salzwasser schluckte, ging ich nach rund einer Stunde wieder an Land und ruhte mich im Liegestuhl am Strand aus. Als am Abend alle mit dem Essen fertig waren gab es für die Gäste zwei Möglichkeiten. Entweder unter Sternenhimmel im Openairkino den Oscargekrönten Film "Slumdog Millionäre" zugucken, oder mit den Einheimischen das Rugbyfinale der inoffiziellen Weltmeisterschaft zwischen Fidschi und Südafrika zu schauen. Ich entschied mich für letzteres, da ich den Film eh im Kino in Deutschland sehen werde. Da Rugby der Nationalsport des Inselstaates ist, waren dementsprechend die Emotionen bei den Einheimischen sehr hoch, denn Fidschi gewann in einem engen und spannenden Spiel mit 26:24. Auch wenn ich die Regeln nicht so ganz begriff, war es ein unterhaltsamer Abend.

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