Ich habe, auch dank Kava, gut geschlafen. Den ganzen Vormittag regnete es in strömen und windete sehr stark. Irgendwann kamen zwei Angestellte in unser Mehrbettzimmer, gingen auf den Balkon und nagelten die Tür und die Fenster mit Palmenblätter zu, aus Angst, dass die Fensterscheiben zerspringen könnten. Bis zum Mittagessen lungerten alle in den Betten und laßen Bücher, selbst ich. Und nach dem Mittagessen war die pure Angst angesagt! Da wir alle in andere Resorts weiterreisen, mussten wir wieder zum großen Schiff überfahren, von welchem man zu den anderen Resorts weiterkommt. Und wie kommt man zum großen Schiff? na wie immer, mit dem kleinen Boot. Es stürmte und regnete stark und es gab riesige Wellen. Und wir, zu zehnt, in dieser kleinen Nussschale auf dem wilden Pazifik. Es schaukelte gewaltig und bei manchen Wellen schwappte viel Wasser in unser Boot. Und dann die RIESENWELLE! Wir alle sahen schon von weitem eine große Wasserfront auf uns zurollen und gerieten in Panik. Der "Kapitän" drehte sich um und rief "STAY! STAY!", keiner solle sich vom Platz bewegen, sekunden später machte es Klatsch, Chris und Ich, die auf der Seite der entgegenkommenden wellen saßen, wurden komplett nass. Nach 15 Minuten Horrorfahrt erreichten wir dann das Schiff, auf dem ich direkt in die nächste Nussschale umstieg, da mein nächstes und letztes Resort auf der Fidschireise auf der gleichen Insel liegt wie das letzte, allerdings auf der anderen Seite. Nach einer kurzen und weniger aufregenden Fahrt erreichte ich das Resort "Nabua Lodge" und bekam sogar mein eigenes kleines Bungalow, obwohl ich wie die meisten anderen auch nur ein Bett im billigen Mehrbettzimmer buchte. Da es den ganzen Tag regnete, laß ich bis zum Abend an meinem Buch "Ach Afrika" weiter. Am Abend lernten wir 13 Hotelgäste dann den Bula-Tanz kennen, den Rest des Abends verbrachte ich mit einem angetrunkenen Engländer, mit dem ich mich über Fussball und Reisen unterhielt.


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