Montag, 16. März 2009

Tag 27 - 14.03.: Ausruhen

Heute ging es nach Franz Josef, einem kleinen Örtchen am Fuße des gleichnamigen Gletschers. Dort angekommen entspannte ich mal ein wenig, legte mich aufs Sofa und laß, surfte im Internet und spazierte durch die Gegend. Am Nachmittag ging es dann noch mit dem Bus zum 6km entfernten Gletscher, um ein paar erste Eindrücke und Fotos am Fuße des Gletschers zu machen. Abends kochten wir zu 9. Nudeln in der Jugendherberge und feierten in den Geburtstag von Joey, einem jetzt 20jährigen angehenden Zahnmedizinstudent aus Gießen den wir am Vortag kennengelernt haben, rein.
Nicht viel aufregendes passiert, aber das ist auch gut so, denn am nächsten Tag steht eine ganztägige Gletscherwanderung an. Allerdings ist es auch der letzte Tag den ich mit Johannes und Tomasz verbringen werde, da sie morgen bereits weiter reisen und wir uns dann nichtmehr sehen werden. Echt schade, aber ich bin sehr froh darüber die beiden kennengelernt zu haben, da ich mit ihnen tolle 7 Tage verbracht habe und sie sicherlich zu meinem Wohlbefinden beigetragen haben!

Freitag, 13. März 2009

Tag 26 - 13.03.: Robben, viel Küste und wieder BBQ

Um 7.50 fuhr der Bus mit Ziel Greymouth los. Ein Recht langer Weg lag vor uns. Während der Busfahrt hielten wir einmal kurz an um die angeblich so bekannten Pancake-Rocks anzuschauen. Felsen die wie viele kleine Waffeln aufeinandergestapelt aussehen. Relativ langweilig wie ich finde, allerdings führte der Weg durch einen schönen grünen Regenwald, mit toller Fauna und Flora. Das eigentliche Highlight bei diesen Felsen war dann allerdings ein Niederländer, der total geil drauf war. Neben seinem lustigen Erscheinungsbild(siehe Foto) kam noch seine total hohe Stimme hinzu, was sehr amüsant war ;-) Der Kerle is seit knapp 4 oder 5 Monaten mit dem Camper in Neuseeland unterwegs, so genau weiß er das auch nichtmehr. Und seitdem hat er sich auch nichtmehr rasiert, was man gut sehen konnte. Und der Junge erzählte einfach nur lustige Sachen die einen automatisch zum lachen brachten wenn man ihn dabei zusieht. Dann ging es wieder in den Bus und wir fuhren zu einer Robbenkolonie, die gemütlich auf einem Felsen rumliegt. Gegen 17uhr erreichten wir dann die Jugendherberge in Greymouth. Am Abend gabs dann in einer Bar ein BBQ für 6 Dollar, all you can eat. Da mussten wir zuschlagen...allerdings waren die Würstchen nich wirklich toll, so das wir das Angebot nicht ganz ausgereizt haben. Auf der Fahrt haben wir noch Beat kennengelernt, ein knapp 40 jähriger Schweizer der gerade eine Round-The-World-Tour macht für 6 Monate, davon allerdings 5 Monate in Australien und Neuseeland ist. Mit ihm gingen wir auch zum BBQ und werden auch die nächsten Tage seine Gesellschaft genießen. Vorallem Ich, da ich mit ihm zusammen die ganztägige Gletscherwanderung auf dem Franz Josef Gletscher am Sonntag machen werde. Die anderen machen nur die Halbtagestour am Samstag. Nach dem BBQ gingen wir noch in einer Bar etwas trinken und der Tag endete "schon" um 23.30.

Tag 25 - 12.03. : Mittelpunkt, BBQ und ein Pokerturnier

Heute war erstmal ausschlafen angesagt, was auch mal wieder nötig war! So stand ich erst um 10.30 auf und ging alles in ruhe an. Am Mittag gingen Johannes, Tomasz und ich dann zum Center of New Zealand, der geographische Mittelpunkt Neuseelands. Dieser befindet sich nur ca. 35 Fußminuten von unserer Jugendherberge entfernt auf einem Hügel in Nelson. Dort befindet sich eine ca. 2,5m große Nadel die auf den Erdboden gerichtet ist, nicht wirklich spektakulär, aber was will man auch erwarten... Dann ging es wieder zurück zur Herberge um dort auf Sebastian zu warten, der heute aus Wellington ankam. Sebastian war der Kerle der aus Biberach kommt und den wir bereits aus Taupo kennen. Als er dann kam gingen wir in den Supermarkt um uns für das anstehende BBQ zur rüsten, welches wir am abend machen wollen. Und da das Einkaufen in Neuseeland ziemlich lange dauern kann, weil die Kassen manchmal voll sind und die Kassierer recht langsam zu werke gehen, war es dann auch schon 18.30 uhr als wir wieder in der Jugendherberge ankamen und begannen direkt mit dem Grillen. Um 19uhr kam dann noch Sonja vorbei und wir grillen zu fünft auf der Terrasse. Nachdem wir alle satt waren setzen wir uns wieder rein und unterhielten uns mit den anderen Backpackern aus unserem Bus, mit denen wir bereits viele Kontakte während unserer Reise geknüpft hatten. Man kann sagen das wir mittlerweile eine große Clique aus ca. 13-15 Personen sind, aus allen möglichen Ländern, sehr feine Sache. So gingen wir alle dann auch später los um die Bars unsicher zu machen, allerdings gibt es in Nelson nicht wirklich viel Auswahl. So landeten wir dann später in einer kleinen Bar mit Livemusik. Später bemerkten Sebastian und Ich das im Nebenraum ein kleines Pokerturnier lief welches wir dann verfolgten. Das Turnier war schon recht weit voran geschritten, so dass es nichtmehr lange dauern würde bis ein Sieger feststehen würde. Als es dann irgendwann aus war wurden wir gefragt ob wir beide mitmachen wollten. Nach einer kurzen Überlegung und der Tatsache, dass das Startgeld nur 5 Dollar (umgerechnet 2 Euro) sind, nahmen wir daran teil. Die anderen 6 Spieler kamen aus Neuseeland, Australien, Italien und den USA, allesamt schon recht erfahren glauben wir. Zumindest taten sie so...Mich hat es dann auch als ersten rausgehauen, Sebastian allerdings war eiskalt und konnte sich den dritten Platz sichern. Es war sehr lustig mal so ein Turnier live mitzuspielen, vorallem wenn die Teilnehmer aus allen Ecken der Welt kommen. Und irgendwie war jeder von ihnen ein wenig komisch, auf seine Art und Weise. Bei manchen fehlten schon ein paar Tassen im Schrank ;-)
Gegen 1 Uhr ging es dann auch wieder Richtung Jugendherberge, da man ja am nächsten Morgen wieder um 7.50 in den Bussteigen muss. Allerdings enden Abende mit Johannes, Tomasz und vorallem Sebastian nie wirklich so früh wie man es vorhat. Wir saßen noch bis ca. 2.30 in der Küche und laberten und lachten, bis sie sich entschlossen haben nun doch keine Weinflasche mehr aufzumachen, da 3 ja auch reichen würden und man irgendwann wieder aufstehen muss...

Mittwoch, 11. März 2009

Tag 24 - 11.03. : 24km Wanderung durch die Natur

Um 7.30 fuhr unser Bus vom Hostel los, Ziel war der knapp 60km entfernte Abel Tasman Nationalpark. Dieser lockt mit tollen Stränden, grünen Berghängen und schönen kleinen Bachläufen und Wasserfällen. Als der Bus nach einer Stunde Fahrt am Rande des Parks ankam, stiegen wir drei auf ein Boot um, welches an der Küste entlang fuhr um uns weiter drinnen im Park auszusetzen. Die geplante Route zurück war 24km lang, aber ging größtenteils durch regenwaldähnliche Vegetation entlang der steilen Küste. Sehr schön! Bereits am Tag vorher machten wir im Bus Bekanntschaft mit Sonja, einer 25 jährigen Grundschullehramtsstudentin aus WÜRZBURG ! ;) Allerdings werd ich sie wohl in Würze nichtmehr sehen, da sie gerade fertig geworden ist und ab September dann in der Schule anzutreffen sein wird. Zu viert wanderten wir dann 7 Stunden entlang der goldenen Strände zurück zum Bus, welcher um 17.30 erreicht werden musste, da wir sonst selbst gucken müssten wie wir heimkommen. Durch das schöne Wetter sahen wir wunderschöne goldfarbene Strände mit türkisblauem Wasser und saftig grüne Berghänge, was dazu führte, dass wir ewig mit Fotos machen beschäftigt waren. Die Zeit rannte uns davon, aber letzendlich erreichten wir dann doch noch 10 minuten vor Abfahrt den Bus. Das Wetter war heute mal auf unserer Seite. Mit knapp 21 Grad, Sonnenschein und ab und zu ein paar Wolken konnten wir uns wirklich nicht beschweren. Gegessen haben wir auf dem Wege unsere selbstgemachten Sandwiches und Äpfel. Nach anstrengender Wanderung und Busfahrt zurück erreichten wir unser Hostel um 19uhr. Wir gingen nochmal durch den Supermarkt und aßen nocheinmal beim PizzaHut. Lecker, günstig und sattmachend! Mmmhhh... Und nachdem ich weder ein frisches Tshirt noch ein paar Socken besaß, kamen wir zu dem entschluss unsere Wäsche zu waschen, was zu dritt natürlich günstiger ist wenn man das alles zusammenlegt um die Waschmaschine vollzukriegen. Johannes und Tomasz werden mich noch bis Franz Josef begleiten, dort trennen sich unsere Wege dann am Sonntag den 15. März. Echt schade, da es echt sehr sehr lustig ist mit den beiden und wir uns alle super verstehen. Auch Sonja, die in einem anderen Hostel in Nelson gerade ist, ist echt nett! Morgen Abend ist Grillen bei uns im Hostel angesagt, da an diesem Tag auch Sebastian bei uns im Hostel ankommt, ein geselliger Schwabe aus Biberach, den wir bereits aus Taupo kennen, mit dem wir dort schon einen lustigen Abend erlebt haben. Sonja wird mich dann wohl noch bis Queenstown begleiten, ehe sich die Wege am 17.3. trennen. Bisher waren die letzten zwei Tage meine schönsten in Neuseeland, da ich mit diesen Leuten tolle Stunden und Landschaften erlebt habe und es sehr viel Spaß macht mit ihnen rumzuhängen. Der Tag heute wurde dann noch mit der Nachricht des 7:1 Sieges meiner Bayern abgerundet! TOLLER TAG!

Tag 23 - 10.03. : Auf der Südinsel angekommen

Heute ging es wie immer früh raus, denn heute stand die Fährfahrt auf die Südinsel auf dem Plan. Von Wellington ging um 8.30 die knapp dreistündige Fahrt los und endete in Picton auf der Südinsel. Die See war relativ ruhig, allerdings ging ein starker Wind, so das Johannes, Tomasz und ich uns größtenteils im Schiffsinneren aufhielten. Von Picton ging es dann mit dem Bus weitere dreistunden nach Nelson weiter. In Nelson besuchten wir eine alte Katedrale, welche aber nicht wirklich spektakulär war. Anschließend ging es zu einem deutschen Metzger wo wir uns alle eine leckere Currywurst gönnten....das tat gut :-) . Später sind wir dann noch in den Supermarkt um uns Essen für den darauffolgenden tag zu kaufen, da morgen eine 24km Wanderung durch den Abel Tasman Nationalpark ansteht. Abends gingen wir noch in den Pizzahut und haben den Tag noch gemütlich auf der Terasse des Hostels ausklingen lassen. Nicht viel passiert also, aber die Fährfahrt war recht schön, da sie teilweise auch durch Fjordähnliche Gewässer ging.

Tag 22 - 09.03.: Road to Wellington

Der 22. Tag meiner Reise war recht unspektakulär. Ich fuhr mit dem Bus knappe 7 Stunden nach Wellington, Neuseelands Hauptstadt. Dieser Weg führte auf der "Desert Road" vorbei an Vulkanlandschaften und vielen grünen Wiesen mit vielen weißen Schafen. Recht hübsch anzuschauen. Das Wetter war sonnig und trocken, ab und zu ein paar Wolken, aber im ganzen recht schön. Am Tag vorher habe ich in Taupo zwei Deutsche Studenten aus Nürnberg kennengelernt. Johannes, 25, und Tomasz, 24, beides BWL Studenten die in den Semesterferien durch Australien und Neuseeland reisen. Mit Ihnen werde ich die nächsten 6 Tage verbringen. In Wellington angekommen fuhren wir mit dem Bus auf einen Aussichtspunkt und später gingen wir drei noch mit einem Engländer ins "Te Papa Museum", ein kostenloses und sehr interessantes Museum in Wellington. Am Abend aß ich noch zusammen mit Johannes einen Burger und dann endete der tag auch schon.

Sonntag, 8. März 2009

Tag 21 - 08.03. : Der härteste Treck meines Lebens

Heute began der Tag Frühmorgens um 5 Uhr. Nachdem ich die letzten Minuten des Bayernspiels per Liveticker mitbekommen habe kam auch der Bus der uns in den Tongariro Nationalpark fuhr. Dies ist der Drehort einiger Szenen aus der Herr der Ringe-Trilogie, gerade die vielen Szenen aus Mordor wurden hier gedreht. Dementsprechend groß war auch meine Erwartungshaltung an die Landschaft. Die Sonne ging gegen 6.30 auf und zuerst sah das Wetter echt gut aus. Doch nachdem der erste Kilometer im Nationalpark gegangen war, kamen große Dichte Wolken auf und begleiteten uns die vollen sieben Stunden mit viel Regen und einem eisigen Wind. So marschiete ich mit den vielen anderen Wanderern die 19km lange Strecke durch einen eisigen Sturm mit extrem starken Winden. Man wanderte auf rund 6000 Fuß hoch und Wind und Regen wurden immer stärker. Die Sicht ging auf knapp 35 Meter runter und man hatte stark damit zu kämpfen nicht die steilen Vulkanhänge herunterzufallen. Der Wind drückte einen ständig weg und viele konnten nur noch gebückt einige Kilometer zurücklegen. Es war furchtbar! Man sah sogut wie keine Seen, sah den Schicksalsberg aus Herr der Ringe nicht und die roten und grünen Vulkankrater waren unter der dichten Wolkendecke nie zu erkennen, sehr enttäuschend! An einer kleinen blauen Seenplatte verschwanden die Wolken für wenige Momente, so das man wenigstens diese mal kurz sehen konnte. Doch dann kamen wieder die Wolken und der Regen... und man war von oben bis unten komplett nass und es war sehr sehr kalt. Diese Tagenwanderung gilt als die schönste überhaupt in Neuseeland und als eine der besten und spektakulärsten auf der ganzen Welt. Leider nicht für mich an diesem Tag. Dementsprechen enttäuscht kam ich nach 8 Stunden "Kampf" wieder im Hostel an. Dieser Trek verlangte mir und den vielen anderen alles ab. Mit zwar nur 4 Kg Gepäck auf dem Rücken war es trotzdem extrem anstrengend. Man läuft nicht nur einfach einen Trampfelpfad entlang, sondern muss auch klettern und öfters seine Hände benutzen um vorwärts zukommen. Manchmal musste man über kleine Flüsse springen und oftmals steckte man knöcheltief mit dem Fuß im Schlamm fest und musste sich so durch viele viele Matschwege durchkämpfen. Es war wohl einerm einer anstrengensten Tage die ich je erlebt habe, nicht nur auf der Reise sondern generell. Der Regen, der Wind, die rutschigen Felsen und schlammigen Wege und dazu noch alles nass und kalt am Körper... muss ich wohl eines Tages nochmal nach Neuseeland zurückkehren um diese Wanderung bei gutem Wetter durchführen zu können. In der Bröschüre wird der Weg mit 4 von 5 möglichen "Härte-Sternchen" angegeben, dies gilt allerdings nur bei gutem Wetter. Ich denke heute wird er die vollen 5 Sternchen bekommen haben...

Samstag, 7. März 2009

Tag 20 - 07. März: Geysire, Schwefelpools und viele Irons Mans

Der heutige Tag began um 8.40 im Bus, als wir zu einem Geysir gefahren sind, welcher jeden tag gegen 10.20 ausbricht. Ein Parkaufseher erzählte den vielen Schaulustigen dann etwas über diesen Geysir ehe er vor unseren Augen eine rund 10 Meter hohe Fontaine aus Wasser ausstieß. Danach fuhren wir nach Rotorua ins "Thermal Wonderland" um uns dort die vielen Schlammpools und Schwefelkrater anzugucken. Dort stinkt es ziemlich, da die ganze Gegend viel Schwefel im Boden hält und dementsprechend riecht man nach einigen Stunden auch :-). Anschließend ging es weiter zu den Huka-Wasserfällen. Ein kleiner reißender Strom der durch sein Gefälle einen kleinen Wasserfall verursacht. Gegen 15uhr erreichte ich dann meine Jugendherberge. Die Terasse gönnt einem einen Blick auf den größten See Neuseelands und den sich dahinter befindenden Bergen, sehr fein! Ich schaute mir dann die Stadt Taupo an und stellte fest das sich genau heute der IRON MAN 2009 Wettebwerb ist. Für die jenigen die nicht wissen was Iron Man ist: Dies ist eine Art Triathlon, bei dem die Teilnehmer zuerst rund 4km Schwimmen müssen, anschließend 180km Radfahren und dann noch 42km laufen müssen. Und das alles hintereinander, so dass man zwischen 10 und 16 Stunden am Stück nur am auspowern ist...richtig heftig also! Dementsprechend sahen die Teilnehmer die das Ziel erreicht haben auch aus...total fertig mit sich und der Welt. Respekt! Die Teilnehmer kamen auch aus aller Welt...Deutschland, Usbekistan, Ozeanien, England, USA,....
Das Wetter ist im Vergleich zu den vorherigen Tagen besser. Es regnet zwar noch manchmal, aber es gibt schon mehrere Trockenphasen. Morgen soll das Wetter dann richtig gut werden. Das ist auch dringend nötig, da mich morgen ein rund 20km langer Marsch quer durch ein Vulkangebiet führt, hinauf auf den Krater des Schicksalsbergers aus Herr der Ringe. Jeder der die Filmtriologie gesehen hat und sich noch an Mordor erinnern kann, weiß was mich morgen für eine fantastische Landschaft erwartet!

Freitag, 6. März 2009

Tage 17-19 04.-06.03. : Regen Regen Regen

In Neuseeland angekommen empfing mich am Mittwoch noch die Sonne mittags, doch ab dem Abend an bis jetzt regnete es durchgehend. Viel gesehen habe ich noch nicht. Auckland ist nicht wirklich ein Foto wert und die Landschaft die ich heute genießen konnte lohnt sich nicht zu fotographieren bei dem vielen Regen. Morgen geht es dann in ein Thermal-Gebiet mit Geysiren und Schwefelquellen und Pools. Leider soll es dann immernoch regnen, erst am Sonntag ist Besserung in Sicht. Viel erlebt habe ich bisher noch nicht, bei dem Wetter will man nicht wirklich was unternehmen, zudem gibt es auch nicht viel zu machen. Neuseeland ist halt bekannt für die Landschaft, die ich erst in den nächsten 10 Tagen sehen werde. Daher werde ich wohl auch die nächsten Tage immer zusammenfassen und alle 2-3 Tage etwas veröffentlichen. Bilder von Neuseeland habe ich auch noch nicht gemacht, daher findet man jetzt im Anfang dieser News auch keine Bilder. Ich hoffe das die ersten Postkarten bereits die Heimat erreicht haben und das die aus Kambodscha auch eines Tages ihr Ziel finden werden. Bis die Tage dann!

Dienstag, 3. März 2009

Tag 16 - 03.03. : Buntes Sydney

Heute unternahm ich nicht viel. Ich schließ sehr lange, nahm mein Frühstück zu mir und legte mich wieder hin um schlaf für die Nächste nacht vorzutanken, da ich das Hostel bereits gegen 7uhr Richtung Flughafen verlassen werde. Nach dem Mittagschlaf spazierte ich nochmal ein wenig in der Gegend umher und kaufte mir ein Australien-Tshirt für 5 Dollar, also umgerechnet 2,50 Euro. Sonst gibt es nicht viel zu erzählen von meinen Aktitiväten. In diesen Tagen ist in Sydney das angeblich größte Schwulen und Lesben Festival der Welt, welches ungefähr drei Wochen geht, dementsprechend "bunt" ist auch das Treiben auf der Straße, sehr lustig anzusehen teilweise. Ich surf jetzt noch ein wenig im Internet und werde dann auch schon packen. Ich bin froh wenn ich endlich in Neuseeland gelandet bin, da es ab da dann ein wenig ruhiger hergeht. Alle drei Tage ins Flugzeug einsteigen geht schon sehr auf die Energie, nochmal werde ich mir einen solchen Zeitplan sicher nicht anlegen. 3 Wochen Neuseeland, 8 tage Fidschi und 9 Tage Cookinseln sind schonmal gute Zeiten die nicht all zu viel Streß bedeuten sollten.

Tage 15 - 02.03. : Die erste Berührung mit dem Pazifik

Der Tag begann mit einem Frühstück im Hostel, bestehend aus zwei Scheiben Toast, einem Crossaint, einem Orangensaft sowie einer kleinen Packung Cornflakes. Danach lief ich zum Hafen um mit der Fähre nach Manly zu fahren, ein Stadtteil im Norden Sydneys. Hier soll es einen schönen Strand, gemütliche Promenaden und dazu einen ALDI geben. Die Fährfahrt kostete rund 3,50 und fuhr mich vorbei an der Harbourbridge und dem Opernhaus, was schonmal sehr schön anzusehen war. In Manly selbst spazierte ich dann dann an den erwähnten Promenaden vorbei und kam dann zum Strand. Allerdings hatte ich keine Badeklamotten dabei, somit zog ich nur meine Schuhe aus und lief am Wasser entlang. Meine erste Berührung mit dem Pazifik! Damit müsste ich meine Schwester knapp geschlagen haben, was das alter angeht, hoffe ich zumindest :-). Der Tag bestand größtenteils darin am Strand rumzulaufen und den ALDI zu finden. Später fand ich ihn auch und kaufte mir dort Nudeln und Mandel-Spekulatius. Dann ging ich wieder mit der Fähre heim und lief zurück zum Hostel um am BBQ auf der Terrasse im 9. Stock teilzunehmen. Dort gab es für 5 Australische Dollar einen Känguru-Burger und eine Cola! Känguru schmeckt..hmm...nich sonderlich toll, man kann es essen, aber es hört sich exotischer an als es in Wirklichkeit ist. Abends ging ich dann nochmal zur Oper um Bilder bei Nacht zu schießen.

Sonntag, 1. März 2009

Tag 14 - 1.03. : Wiedersehen Down Under

Nach knapp 18 Stunden Reise bin ich endlich in Sydney angekommen. Da ich von Kuala Lumpur erstmal nach Singapur fliegen und dort umsteigen musste, dauerte die Reise dann doch schon recht lange. Aber dafür flog ich beidesmal mit Singapore Airlines und hab fleißig Bonusmeilen sammeln können. Gegen 13uhr erreichte ich meine Jugendherberge, eine sehr große, 9-Stöckige Herbere mitten in Sydney. Ich wohne im 8. Stock und im obersten Stockwerk befindet sich ein Swimmingpool, kostenlos für alle Gäste! Aber da ich sehr müde von der Reise war entschloss ich mich erstmal für zwei Stundchen hinzulegen. Mehr ging auch nicht, weil ich mich um 15.30 vor der Jugendherberge mit Stephanie Jakobus, einer alten Schulfreundin und Volleyballkameradin aus Fellbach, verabredet habe. Sie studiert hier in Sydney, bzw studierte, da sie übernächste Woche wieder in die Heimat fliegen wird. Ich war sehr glücklich als ich sie traf und sie mir die Stadt zeigte. Endlich mal wieder eine deutsche Person mit der ich mich unterhalten kann, und dann auch noch eine mir gut bekannte aus der Heimat, echt toll! Ich habe mich riesig gefreut, das tat richtig gut! So liefen wir zur Harbourbridge und zum Opernhaus, machten einige Fotos und spazierten durch Sydney. Am Abend holte uns ein Freund von ihr ab und wir fuhren in ein Restaurant und gönnten uns als Abendessen ein feines Schoko-fondue! LECKER! Sie erzählte mir dabei was sie alles so in ihrem halben Jahr Australien erlebt und gesehen hat und zeigte mir Fotos von ihrer dreiwöchigen Neuseelandreise sowie einer einwöchigen Fidschireise die sie letzte Woche machte. Also genau die Ziele die ich als nächstes ansteuere. Leider ist sie die nächsten zwei Tage stark beschäftigt, was dazu führt, dass wir uns wohl nichtmehr sehen werden. Danach aßen wir noch in Harrys Café, eine berühmte Straßenbude, bei der schon viele Prominente ihr Essen zu sich nahmen. Dann war es auch schon 22uhr und wir abschiedeten uns vor meiner Jugendherberge.

Tage 10-13 - 25.-28.02. : Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur

Die Hauptstadt des Ferienparadieses Malaysia ist relativ langweilig, daher fasse ich die Tage in Kuala Lumpur zusammen. Außer den Petronas Towers gibt es hier nicht viel zu erleben. Im Norden befinden sich zwar Höhlen welche mit großen Spinnen und Buddastatuen beschmückt sind, aber da es in hier kaum öffentlichen Nahverkehr gibt ist es teilweise sehr umständlich dorthin zu kommen. Da es zudem noch viel geregnet hat und das in sehr unglaublich großen Mengen, beschloss ich die Tage eher drinnen zu verbringen, zumal es auch extrem schwül draussen ist. So kam auch dieses Onlinetagebuch zustande. Die Tage bestanden darin lange zu schlafen und sich die größten Zwillingstürme der Welt, die Petronas Towers mit 452 Metern mal bei Tag und mal bei Nacht anzugucken. Der Verkehr hier ist auf grund des fehlenden Nahverkehrs umso stärker, die Stadt ist sehr dreckig und die Menschen sind extrem aufdringlich. Jeder möchte mir hier seine gefälschten Fussballtrikots, Fußmassagen oder sogar horizontale Dienste anbieten. Prostitution ist hier sehr stark vorhanden. Egal ob Morgens um 11, Mittags um 14uhr oder am frühen Abend um 19uhr wird man hier von den Frauen angesprochen. So etwas hätte ich nicht gedacht, da Malaysia ein stark muslimisches Land ist, ging ich eher davon aus das man soetwas eher an den Stränden und typischen Touristenorten vorfindet. Mein Hostel (Red Palm) zählt zu den besten Hostels weltweit und bekam schon viele Preise, allerdings war ich erstmal geschockt als ich aus dem Taxi ausstieg und es erstmal suchen musste. In dieser kleinen Straße reihen sich Hostel an Hostel und jedes Gebäude sieht von außen stark baufällig aus. Als ich es dann fand, war ich umso erfreuter, denn innen ist es sehr sauber und die Mitarbeiter sind sehr sehr freundlich! Zudem ist es mit 14 Betten das kleinste Hostel das ich je sah, was dazu führt das es sehr familiär zugeht. Jeder kennt jeden, man schaut sich Filme zusammen an und erzählt von seinen bisherigen Reiseerfahrungen. Zum Frühstück gab es Cornflakes sowie Toast mit Butter und Erdbeermarmelade, Getränke konnte man günstig im Hostel erworben (günstiger als im Supermarkt). Durch die Zeitverschiebung ist es leider nicht möglich die Fussballspiele des FC Bayern live zu verfolgen, was sehr hart für mich ist. Daher galt meine Konzentration, v.a. in den Morgenstunden den vielen Berichterstattungen rund um die internationalen Topspiele. Gegessen habe ich hier öfters bei KFC und im Pizzahut, da die einheimischen Grillbuden nicht sehr einladend aussahen. Viel gegesse habe ich eh nicht, da man bei der Hitze nicht viel runterkriegt. Ich traf hier im Hostel einen Iraner, Assad, wohnt und lebt aber in Dubai, mit ihm habe ich mir mal die Türme angeguckt und war mit ihm ab und zu essen. Sonst habe ich nicht groß Bekanntschaft mit anderen gemacht, war aber auch nicht weiter schlimm. Was gibt es sonst noch zu erzählen...eigentlich nichts, Kuala Lumpur ist nicht wirklich die Reise wert, wenn Malaysia, dann schon die schönen Strände an West- und Ostküste.